INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Energieverbrauch senken © Verbund

Martin Wagner, Geschäftsführer Verbund Solutions: Strom-Pools rechnen sich.

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Martin Wagner, Geschäftsführer Verbund Solutions: Strom-Pools rechnen sich.

12.02.2016

Energieverbrauch senken

Virtuelle Kraftwerke und Effizienz-Netzwerke kommen in der Industrie verstärkt in Mode.

WIEN. „In jedem Unternehmen ist Einsparpotenzial zu finden – eine Teilnahme rechnet sich für alle”, so Verbund-Solutions-Geschäftsführer Martin Wagner zu den sogenannten Power Pools. Eine Teilnahme rechne sich für Betriebe ab einer nicht produktionskritischen Leistung von einem Megawatt.

Die Teilnehmer an virtuellen Kraftwerken vereinbaren im Voraus ihre Kapazitäten, die dann bei Bedarf abgerufen bzw. verkauft werden.

Strom-Partnerschaften

Für Deutschland wurde das Gesamtvolumen solcher Demand-­Response-Lösungen für die Industrie von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft mit 9 Gigawatt beziffert; umgelegt auf Österreich sind das 900 MW, immerhin die dreifache Leistung des Donaukraftwerks Wien-Freudenau. Zu den Unternehmen, die virtuelle Kraftwerke nutzen, zählt unter anderem der Stahlkonzern voestalpine.

Eine weitere Möglichkeit, den Energieverbrauch zu senken, haben Unternehmen durch die Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk, wie es etwa der Verbund in Form des „Eco-Net” anbietet.Dies nutzen unter anderem ­Andritz, ­Magna, Hammerer Aluminium, Ochsner Wärmepumpen oder Schirnhofer.
Das erste Energieeffizienz-Netzwerk Österreichs startete 2012 mit 12 Unternehmen, darunter Getzner Textil AG, Rauch Fruchtsaft, Hilti und der Vorarlberger Kraftwerke AG, und dem Ziel, innerhalb von drei Jahren Stromverbrauch und CO2-Ausstoß um jeweils 6% zu reduzieren; bei der Bilanz im Vorjahr lag die Einsparung aller Teilnehmer sogar bei 8,7% bzw. 21,2 GWh.

Contracting-Modell

Komplette Energieversorgungskonzepte gleich für zehn, fünfzehn Jahre erstellt der deutsche Contracting-Marktführer Getec heat & power, mit dem der Verbund ein Joint Venture in Österreich betreibt. Die Einsparungen durch solche Lösungen beziffert Volker Schulz, Vorstandssprecher und CEO von Getec heat & power, mit 10 bis 30%.

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