INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Kosteneinsparungen durch Hybridlager © Credit: SKF/G.O.Nilsson
© Credit: SKF/G.O.Nilsson

Paul Christian Jezek 31.08.2017

Kosteneinsparungen durch Hybridlager

Innovative Wälzlager aus Vollkeramik oder Chromstahlwälzlager mit neuartigen Keramikkugeln.

WALS. Eine neue Lagerart - entwickelt von internationalen Wälzlagerherstellern und österreichweit vertrieben durch SKF Vertragshändler G.O.Nilsson - kann Unternehmen der produzierenden Industrie zu erheblichen Abnützungs- und Kosteneinsparungen ihrer produzierenden Maschinen verhelfen. Hybridlager oder Vollkeramikwälzlager erlauben eine schnellere Drehung, sind umweltschonender und entlasten das Budget der Unternehmen – je nach Einsatzfall - nachweislich um bis zu 10%.

Schnelle Drehung für Umwelt und Budget
Bei Keramiklagern unterscheidet man zwei Typen: Während Hybridlager mit Keramikwälzkörpern (Wälzkörper aus Keramik, Ringe aus Stahl, 60% leichter als derzeit gängige Stahllager und somit deutlich härter sowie schmutzunempfindlicher) vorrangig bei besonders schwierigen Betriebsbedingungen wie z.B. Produktionsmaschinen, Antriebs- und Schienenverkehrstechnik oder Schwerindustrie eingesetzt werden, sind Vollkeramiklager zur Gänze aus Keramik gefertigt und finden – aufgrund ihrer besonders geringen Reibwerte, den daraus resultierenden Hochgeschwindigkeitsanwendungen ohne Einlaufzeit sowie keinerlei Stromdurchgang – ihre Anwendung überall dort, wo Stahl- oder Hybridlager an ihre Grenzen stoßen.

Besonders in den Bereichen Food & Beverage und Feinmechanik sowie Wasserkanalisation, Aufbereitung und Entsorgung sowie Salzproduktionen gelten Vollkeramiklager deshalb als besonders zukunftsträchtige Lagerart. Effizientere Produktionen bei gleichbleibender Arbeitszeit sind das positive Ergebnis. Als weiteren Vorteil nennen die beiden Geschäftsführer von G.O.Nilsson, Martin Felber und Helmut Marschang, den Umweltaspekt: „Auch der - bei Chromstahlwälzlagern erheblich hohe - Anteil an notwendiger Schmierung verringert sich bei Hybrid- oder Vollkeramikwälzlagern erheblich, was neben der Kostensenkung für das Unternehmen auch einen umweltschonenden Nutzen für die Natur zur Folge hat.“

Wartung, Instandhaltung und Zukunft
Obwohl Hybridlager oder Vollkeramiklager ein längeres Wartungsintervall gewährleisten, sind regelmäßige Maschinenkontrollen in der produzierenden Industrie unerlässlich. Je nach Beschaffenheit der jeweiligen Anlage lassen sich dabei etwaig notwendige Wartungsarbeiten an der Maschine frühzeitig erkennen und den Servicetermin entsprechend planen. So können interne Ausfallzeiten in der Produktion so gering wie möglich gehalten werden. Die Beschaffungskosten liegen etwas über jenen der Chromstahlwälzlager, jedoch erlauben die neuartigen Lager eine je nach Einsatzgebiet 2- bis 7-fach längere Laufzeit. (pj)

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