INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Manche mögen’s heiß © Martin Demuth

Mit der Oxipyr-Sauerstoffbrenner-Technologie lassen sich bis zu 60% Erdgas einsparen und aktuelle Gasabhängigkeiten reduzieren.

© Martin Demuth

Mit der Oxipyr-Sauerstoffbrenner-Technologie lassen sich bis zu 60% Erdgas einsparen und aktuelle Gasabhängigkeiten reduzieren.

Redaktion 26.08.2022

Manche mögen’s heiß

Wer zum Arbeiten deutlich höhere Temperaturen als im diesjährigen Sommer braucht, sollte Sauerstoffbrenner in Betracht ziehen.

GUMPOLDSKIRCHEN. Weg von Gas respektive der Gasabhängigkeit von Russland, hin zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit – genau das ist das Anliegen des Industriegasespezialisten Messer Austria mit der eigenen Sauerstoffbrenner-Technologie Oxipyr. Das Besondere daran ist der Oxidator, bei dem statt Luft, die ja nur 21% Sauerstoff beinhaltet, reiner Sauerstoff zum Einsatz kommt.

„Unsere Technologie ist ein probates Mittel für die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit”, betont Johannes Rauch von Messer Austria. Er ist überzeugt, dass die Oxipyr-Sauerstoffbrenner eine optimale Übergangslösung für die Zeit darstellen, in der erneuerbare Energien noch nicht im erforderlichen Ausmaß zur Verfügung stehen.

Heiße Einsatzgebiete

Vor allem bei Hochtemperatur-Anwendungen (900°C und mehr) wie etwa beim Vorwärmen metallurgischer Gefäße, Recycling von Aluminium und Blei in Drehtrommelöfen sind die neuen Sauerstoffbrenner optimal geeignet. Aber auch für das Umschmelzen von Kupfer und Aluminium in Herdöfen und für Wiedererwärmungsöfen für Stahl sind sie daher in Indus­triebetrieben im Einsatz.

„Die Verbrennung ist damit deutlich effizienter. Denn durch den Einsatz von Sauerstoffbrennern fällt der gesamte Stickstoffballast eines Luftbrenners weg – das sind immerhin fast 80 Prozent des benötigten Oxidatorvolumens”, erklärt Rauch. Metallurgische Gefäße können so um ein Vielfaches schneller aufgeheizt werden als mit konventionellen Brennern – die eingebrachte Energie geht homogener und effizienter auf das jeweilige Gut über.
„Unsere Brenner funktionieren auch mit Wasserstoff”, fügt Rauch hinzu – wohl wissend, dass die Herstellung von Wasserstoff aktuell noch sehr energieintensiv ist. „Aber auch die Probleme dahingehend werden eines Tages gelöst sein. Und dann ist mit den Oxipyr-Brennern ein nochmaliges Umrüsten nicht erforderlich.” (hk)

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