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OMV verdoppelte Nettogewinn auf fast 2 Mrd. Euro © OMV
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Redaktion 07.02.2019

OMV verdoppelte Nettogewinn auf fast 2 Mrd. Euro

Auch im „Tagesgeschäft“ hat sich eine Menge getan.

WIEN. Der börsennotierte Öl- und Gaskonzern OMV hat 2018 seinen Periodenüberschuss auf 1,993 Mrd. € mehr als verdoppelt. Das Ergebnis je Aktie stieg von 1,33 auf 4,40 €, die Dividende soll von 1,50 auf 1,75 € angehoben werden – das ist die höchste Dividende der Geschichte der OMV.

Der Jahresumsatz stieg um 13 Prozent auf 22,93 Mrd. €, das operative Ergebnis vor Sondereffekten um 23% auf 3,646 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern wurde um 122% auf 3,298 Mrd. € verbessert, der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug 1,438 Mrd. € (nach 435 Mio. im Vorjahr). Der freie Cashflow nach Dividenden ging um drei Viertel auf 263 Mio. zurück, der organische freie Cashflow (abzüglich Investitionen und Akquisitionen) nach Dividenden legte um 44% auf 1,715 Mrd. € zu.

Im vierten Quartal 2018 verdoppelte sich das Ergebnis vor Steuern auf 1,209 Mrd. € (+115%), der Periodenüberschuss legte um 89% auf 793 Mio. € zu. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug 608 Mio. Der Umsatz legte im vierten Quartal um 35% auf 6,64 Mrd. € zu. „Und das alles haben wir trotz stark schwankender Ölpreise und politischer Unsicherheiten in den Fördergebieten geschafft“, kommentiert OMV-Chef Rainer Seele.

Wichtige operative Ereignisse
Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für einen 15%-Anteil an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis beträgt für den OMV Anteil 2,5 Mrd. USD, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen.

Am 28. Dezember 2018 hat die OMV die Übernahme des Shell Upstream-Geschäfts in Neuseeland, das Joint Venture-Beteiligungen an Pohokura (48%) und Maui (83,75%) sowie die zugehörige Infrastruktur umfasst, abgeschlossen. Wirtschaftlich war die Transaktion mit 1. Jänner 2018 wirksam. Der Kaufpreis betrug 579 Mio. USD.

Am 17. Dezember 2018 hat die OMV den Produktionsstart des Gasfelds Aasta Hansteen kommuniziert. Die Produktion wird ein Plateau von rund 20 kboe/d netto für die OMV erreichen. Die gesamten Investitionskosten des Aasta Hansteen-Projekts liegen bei rund vier Mrd. € (= 600 Mio. € netto für die OMV).

Insgesamt wurden 2018 seitens der OMV fast sechs Mrd. € für Zukäufe ausgegeben, heuer kommt rund eine weitere Milliarde hinzu. „Das reicht vorläufig“, sagt Rainer Seele. „Die Sanktionsdrohungen der USA beeinflussen uns nicht“, kommentiert er die aktuelle Situation bei der Gaspipeline Nord Stream 2. In den nächsten Monaten soll die letzte Tranche des OMV-Finanzierungsanteils von insgesamt 950 Mio. € überwiesen werden, 600 Mio. davon sind bereits an die russische Gazprom gegangen. (pj)

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