INDUSTRIAL TECHNOLOGY
SBI kann mit neuem Mut weitermachen © SBI/Hermann Wakolbinger

Österreichische Lösung für Plasmaschweißtechnik: die neuen Geschäftsführer Martin Peruzzi (l.) und Fritz Pesendorfer.

© SBI/Hermann Wakolbinger

Österreichische Lösung für Plasmaschweißtechnik: die neuen Geschäftsführer Martin Peruzzi (l.) und Fritz Pesendorfer.

Redaktion 27.09.2019

SBI kann mit neuem Mut weitermachen

Drei Käufer aus Österreich haben das insolvente Hightech-Unternehmen übernommen und führen es weiter.

ZIERSDORF. Dass der Großteil der SBI-Belegschaft nach dem Betriebsurlaub wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren kann, sorgt nicht nur bei Ferdinand Stempfer für Erleichterung. „Ich freue mich, dass wir eine Lösung gefunden haben, mit der Eigenständigkeit und wirtschaftlicher Erfolg des Unternehmens langfristig abgesichert sind”, betont der Gründer und bisherige Eigen­tümer der SBI Produktion techn. Anlagen GmbH & Co KG.

Das Unternehmen war kürzlich in die Insolvenz geraten. Mit der Inocon Technologie GmbH (60,1%), der voestalpine Böhler Welding Group GmbH (24,9%) und dem Investor Michael Kitzmantel (15%) hat Stempfer drei Käufer aus Österreich gefunden.
Diese führen seit Kurzem die neu gegründete SBI GmbH mit den Bereichen Plasmaschweißtechnik und Metall-3D-Druck mit 52 Mitarbeitern in Ziersdorf weiter. Der in Hollabrunn angesiedelte Geschäftsbereich Extrusionstechnik wurde an ein indisches Unternehmen verkauft. Inocon-Eigentümer Fritz Pesendorfer und voestalpine Böhler Welding-CTO Martin Peruzzi übernehmen die Geschäftsführung, Stempfer bleibt als CTO (Technischer Direktor).

Respekt vor SBI-Know-how

Da auch die Inocon neben Maschinenbau und Anlagentechnik in der Plasmatechnologie aktiv ist, kennt Pesendorfer den vormaligen Mitbewerber SBI seit Jahren. Auch für die auf Schweißzusatzwerkstoffe und -equipment spezialisierte voest­alpine Böhler Welding-Gruppe und den Werkstoff-Experten Kitzmantel eröffnet die Expertise von SBI neue Perspektiven.

Neben dem Geschäftszweig Plasmaschweißen hat sich SBI mit Additiver Fertigung (Additive Manufacturing, Generative Fertigung) international einen Namen gemacht.
Die von SBI produzierten 3D-Metalldrucker „M3DP–Metallic 3D Printing” bringen mittels Plasmalichtbogen Schweißdraht zum Schmelzen. Das dabei entstehende geschmolzene Schweißgut wird so lange Lage für Lage übereinander aufgetragen, bis ein endkonturnaher Bauteil entsteht, der schließlich hochpräzise zu Komponenten für die Automotive-Industrie, die Luft- und Raumfahrt sowie den Schiffs- und Werkzeugbau bearbeitet wird. (pj)

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