INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Sehr aktiv für die Fabrik der Zukunft © ABB

ABB-Chef Franz Chalu­pecky ist seit 2009 Vorsitzender des Vorstands der ABB AG Österreich; zuvor war er bereits seit 2000 Mitglied des Vorstands.

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ABB-Chef Franz Chalu­pecky ist seit 2009 Vorsitzender des Vorstands der ABB AG Österreich; zuvor war er bereits seit 2000 Mitglied des Vorstands.

Redaktion 31.05.2019

Sehr aktiv für die Fabrik der Zukunft

Am neuen Österreich-Standort will ABB die Arbeit mit Robotern noch sicherer und produktiver gestalten.

WIENER NEUDORF. Im März hat die ABB ihren neuen Österreich-Hauptsitz eröffnet.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden Franz Chalupecky fühlt man sich dort sehr wohl „und alle unsere Erwartungen wurden erfüllt”.


medianet:
Herr Chalupecky, was war der Grund für die Wahl dieses Standorts?
Franz Chalupecky: Das war vorgegeben, da ABB dieses Grundstück bereits seit den 50er-Jahren besitzt und hier auch die ersten Wurzeln der damaligen BBC waren.

Das Land Niederösterreich und die Gemeinden Wiener Neudorf und Mödling sind ABB bei Infrastrukturthemen entgegengekommen, sodass die öffentliche Anbindung an den Bahnhof Mödling wie auch an die Badner Bahn sowie die Busverbindungen optimal ausgebaut werden konnten.

 

medianet: Wo und wie sehen Sie die ‚Fabrik der Zukunft' und das ‚Haus der Zukunft'?
Chalupecky: ­Industrieroboter müssen zukünftig mit dem wachsenden industriellen Internet der Dinge verbunden sein und dabei datengesteuerte Analysen zur Verbesserung der Leistung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Hardware und Prozesse verarbeiten können.

Beim Haus der Zukunft lassen sich Temperatur, Beleuchtung, Sicherheit, E-Mobilität und andere verbundene Geräte zentral und nutzerfreundlich steuern. Durch die kontinuierliche Anpassung des Energieverbrauchs können 30 bis 60% an Energieeinsparungen erzielt werden.


medianet:
2017 hat ABB die Firma Bernecker & Reiner gekauft. Wie wirkt sich das aus?
Chalupecky: Wenn ein internationaler Großkonzern eine bis dahin familiengeführte und sehr erfolgreiche Firma übernimmt, ist es kein Geheimnis, dass hier unterschiedliche Firmenkulturen zusammenkommen.

Da dies aber nicht die erste Akquisition von ABB war, hat der Konzern viel Erfahrung mit einer funktionierenden Integration von zugekauften Firmen. So ist es auch in diesem Fall, und wir arbeiten täglich daran, die Vorteile beider Kulturen zu erhalten und nach Möglichkeit noch auszubauen und zu stärken.


medianet:
Wie geht ABB mit dem Fachkräftemangel um?
Chalupecky: Die Kooperationen mit mehreren HTLs und Fachhochschulen bilden ein Rückgrat unserer Personalplanung und unseres Talent Managements.

Ausgeprägtes Talent Management und Recruiting zählen weiter zu den sehr wichtigen Instrumenten für ein funktionierendes Personalmanagement.

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