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Semperit setzt Turnaround fort © Syntegra UV (Sempermed)

Syntegra UV (Sempermed)

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Redaktion 06.06.2019

Semperit setzt Turnaround fort

Sektor Industrie konnte Umsatz auf 141,4 Mio. Euro steigern.

WIEN. Die börsennotierte Semperit Gruppe konnte ihr Nettoergebnis im ersten Quartal 2019 bei steigender Rentabilität auf EBITDA und EBIT-Ebene deutlich verbessern und ins Positive drehen, während der Umsatz leicht zurückging.

„Wir haben unsere Profitabilität nun im fünften aufeinanderfolgenden Quartal erhöht und sind mit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 sehr zufrieden – insbesondere im Hinblick auf den Sektor Industrie“, erklärt Martin Füllenbach, Vorsitzender des Vorstands der Semperit AG Holding. „Unsere strikte und unnachgiebige Fokussierung auf Kosten- und Prozessoptimierung, Qualitätsverbesserung und Komplexitätsreduktion hat sich in entsprechende Profitabilitätssteigerungen übersetzt und deutlich zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Mit der konsequenten Fortsetzung unseres Transformationsprozesses sind wir dem Ziel einer 10% EBITDA-Marge ab 2021 deutlich nähergekommen.“

Den Umständen zum Trotz
Wie bei der voestalpine gelang die Verbesserung der Profitabilität in einem Umfeld, das immer wieder von makroökonomischen und globalpolitischen Unsicherheiten geprägt ist. Die Rohstoffmärkte allerdings haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht entspannt, obwohl bei einigen der von Semperit benötigten Rohstoffe weiterhin verstärkter Wettbewerb zu beobachten ist.

Der Sektor Industrie mit drei Segmenten entwickelte sich auf der Umsatzseite differenziert: Semperflex und Semperform konnten den Umsatz steigern, bei Sempertrans war ein Rückgang zu verzeichnen. In Summe stieg der Umsatz des Sektors von 140,9 Mio. € um 0,4% auf 141,4 Mio. Die Profitabilität im Sektor Industrie ist dank der positiven Entwicklung der Segmente in Summe deutlich gestiegen. Das EBITDA verbesserte sich um 30,7% auf 24,5 Mio., das EBIT um 40,6% auf 18,4 Mio. €. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 13,3 auf 17,3%, die EBIT-Marge von 9,3 auf 13,0%. Dazu beigetragen haben vor allem die Maßnahmen und Initiativen aus dem Transformationsprogramm.

So soll’s weitergehen
Der Semperit-Vorstand möchte den eingeschlagenen Transformationsprozess mit aller Konsequenz weiterführen. Fortlaufende und potenziell neue Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität stehen unverändert ganz oben auf der Agenda des Vorstands. Der Fokus der Restrukturierungsmaßnahmen liegt klar auf dem Segment Sempermed, an dessen Turnaround weiterhin intensiv gearbeitet wird. Semperit fokussiert sich insbesondere im Sektor Industrie zunächst auf organisches Wachstum und wird sich im Laufe des Jahres auch sukzessive mit anorganischen Wachstumsüberlegungen beschäftigen.

Da Semperit derzeit über ausreichende Kapazitäten in der Produktion und im Mischbetrieb verfügt, sind für 2019 Investitionsausgaben (CAPEX, inkl. Instandhaltung) von nur mehr rund 40 Mio. € geplant. Damit soll auch dem Ziel eines ausgeglichenen beziehungsweise positiven Free Cashflows im Geschäftsjahr 2019 nähergekommen werden. Eine erhöhte Finanzdisziplin wird durch schrittweise Kostenoptimierung und die Verringerung der Nettoverschuldung durchgesetzt, wobei der Fokus auf Value Management und der Optimierung des Working Capital liegt, wobei der Free Cashflow eine wichtige Steuerungsgröße in der Finanzplanung darstellt. Der Abschluss der Transformation ist für Ende 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll die Semperit Gruppe als zentrale Steuerungsgröße eine EBITDA-Marge von rund 10% (Run Rate 2021) erzielen. (pj)

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