Landung im VIP-Salon
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Für Flugreisende und Vielflieger mit gehobenen Ansprüchen bieten die luxuriös gestalteten Salons im VIP-Terminal des Flughafens Wien ein außergewöhnliches Ambiente.
LUXURY BRANDS&RETAIL Anna M. Del Medico 02.10.2020

Landung im VIP-Salon

Wie verwandelt man die vitale Drehscheibe Airport in einen Ort exklusiver Ruhe mit Wiener Charme?

Wien. „Die Menschen sind verrückt nach Gefühlen, weil sie ihnen zeigen, wer sie sind und weshalb es sich lohnt, auf der Welt zu sein.” Der Mann mit dem schütteren, halblangen Haar, der solche Sätze raushaut, ist Vordenker und Markenstratege, seit 13 Jahren Fachmann für Marketing-Dramaturgie an der Wirtschaftsuniversität Wien, Letzteres ein Forschungsansatz den er selbst begründet hat. All das kann Christian Mikunda und noch viel mehr. Er vereint die Fächer Theaterwissenschaft und Psychologie, arbeitete als Dramaturg und Buchautor, trainierte Kameraleute. Design-Referent ist er auch. Also heißt es auch: Herr Mikunda weiß, wie man Räume gestaltet, um Emotionen zu bespielen.

Airports sind Garanten für seelische Ausnahmezustände. Vorfreude, vielleicht Flugangst, womöglich Euphorie, sicher angewandte Funktionalität, der Wunsch nach Stille, und nicht zu vergessen: eine Prise Glamour – all das verdichtet sich in den Vielflieger-Welten, die ihrem Wesen nach noch nicht einmal einer bestimmten Tageszeit zuordenbar sind.

Das Besondere erleben

Eine hochkarätiges Beispiel dafür stammt vom eingangs erwähnten Tausendsassa Mikunda – er konzipierte jene exklusiven und neu gestalteten VIP-Salons des VIP-Terminals am Flughafen Wien, die nun unter der Devise „Reisen wie ein Staatsgast” zum perfekten Stop-over einladen. Auch wer ohne Diplomatenpass unterwegs ist, darf sich hier zurücklehnen und das personalisierte Service genießen. Es umfasst bekanntlich die Abwicklung der diversen Formalitäten, vom Check-in, über die Passkontrolle bis zum persönlichen Transport zum Flugzeug. Aber das sei nur als Randnotiz vermerkt. Denn vor allem geht es hier um private Wohnlichkeit inmitten einer betriebsamen Drehscheibe zur weiten Welt. Fast möchte man sagen: Es geht auch um Erdung. Dazu trägt die Gediegenheit der Ausstattung bei, die so gar nicht nach Jet-Zeitalter aussehen möchte, sondern nach einem Salon, der diesen Namen auch verdient.

Mit Charme und Stil

Darauf verweisen nun holzgetäfelte Wände, die an altehrwürdige Membership-Clubs denken lassen und die im Verein mit komfortablen Polstermöbeln zum „Golden Heritage”-Stil beitragen. Dem Thema Boden fällt da eine – im wahrsten Wortsinn – tragende Rolle zu. Entsprechend edel sind Fischgrät-Parkett oder marmorähnliche Fliesen in den drei großen und zwei kleinen VIP-Salons dann auch ausgeführt. Lokalkolorit ist ein ganz anderes Element dieser exklusiven Erdung. Er zeigt sich in jener Kombination von Wiener Charme und internationalem Stil, die den wesentlichen Grundtenor vorgibt. Davon zeugen Tapeten mit verspielten Jugendstilmotiven, entspannende Grün- und Beigetöne, aber auch Hingucker, die für die geschichtsträchtige Kulturmetropole einstehen. Ein großer Kontrabass hat sich in eine Bar verwandelt. Superstar Mozart überragt samtgrüne Fauteuils. Ein gut bestücktes Bücherregal macht Lust, auch am Airport tiefer einzutauchen. Eigens für diesen Zweck adaptierte Wittmann-Möbel wählte das mit der konkreten Umsetzung betraute Unternehmen Seliger Wien zu diesem Zweck aus. What else? Versteht sich „Made in Austria” bei dieser Punktlandung doch von selbst.

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