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Mehr als nur Formsache © Neutra

Die freistehende Inkstone-Badewanne, entworfen von Steve Leung für das italienische Unternehmen Neutra, wird von Hand aus einem einzigartigen Steinblock gefertigt.

© Neutra

Die freistehende Inkstone-Badewanne, entworfen von Steve Leung für das italienische Unternehmen Neutra, wird von Hand aus einem einzigartigen Steinblock gefertigt.

Luisa Bachmair 05.07.2019

Mehr als nur Formsache

Mit frischem Blut in den Adern: Der elegante Marmor ist zurück – vor allem im Badezimmer.

Correggio Micheli Bagnolo San Vito/Chiampo/Rivoli Veronese. Im Badezimmer ist Naturstein nicht wegzudenken. Mit all seinen Vorzügen wie etwa die hochgeschätzte Speicherfähigkeit von Wärme oder die hydrophoben Eigenschaften ist er schlichtweg das Material für den Nassbereich.

Ja, es gibt sie natürlich, die Objekte mit Natursteinoptik. Dennoch sind sie eine ganz andere Liga – bei allen positiven Aspekten lassen sie das Echte, Authentische vermissen, während Naturstein, in welcher Form auch immer, stets einzigartig bleibt. Und damit etwas ist, das man gern berührt, sich damit umgibt und das neben fließendem Wasser fast schon allein ein Naturschauspiel ins Badezimmer hereinzuholen vermag.
Einer der Hauptprotagonisten im Badezimmer ist unbestritten Marmor. Lange war es still um ihn, doch seit ein paar Jahren löst allein das Wort „Carrara” wahre Begeisterungsstürme aus. Küchen, Tische, Leuchten und sogar Wandhaken und Schirmständer werden förmlich marmorisiert. Im Bad jedoch ist er eine kontinuierliche Konstante an Boden, Wand und Wanne.

Stark und sanft zugleich

So bedient man sich unter anderem des Genres des guten alten Badebottichs, ein Ansatz, der sich zum Beispiel in Agapes Rundwanne In Out von Benedini Associati widerspiegelt. Mehr als umarmende Schale versteht sich hingegen Kreoos freistehende Wanne Kora von Enzo Berti. Beide Modelle werden von Waschschalen ergänzt.
Völlig aus der Norm und deshalb besonders spektakulär präsentiert sich die Dusch-Wannen-Kombination Magic Cave von Citco, ein Entwurf von Marco Piva, der ohne Zweifel neue funktionale und formale Maßstäbe setzt.
Unterm Strich ist die naturgegebene Fülle an Couleurs, die Oxide verschiedenster Metallsalze diesem Gestein angedeihen haben lassen, ein wahrer Fundus für Designer, die sich modernster Verarbeitungstechniken bedienen, um daraus perfekte Produkte zu formen. Und das geht erstaunlich gut.

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