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Bilanz: Ein Jahr Pandemie © APA/EXPA/Johann Groder

Knapp 58% der Befragten würden sich auf freiwilliger Basis am Arbeitsort gegen Corona impfen lassen.

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Knapp 58% der Befragten würden sich auf freiwilliger Basis am Arbeitsort gegen Corona impfen lassen.

Redaktion 02.04.2021

Bilanz: Ein Jahr Pandemie

Studie von karriere.at: Fast ein Drittel der Befragten wünscht sich jetzt einen krisensichereren Job.

WIEN. Dem heimischen Arbeitsmarkt fehlt es trotz der lang anhaltenden Pandemie nicht an Dynamik. Das geht aus der repräsentativen Marketagent-Studie im Auftrag von karriere.at hervor, in der im Februar rund 500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich zum Thema Arbeiten in Zeiten von Corona befragt wurden. So denkt jeder fünfte Arbeitnehmer mehrmals pro Woche oder Monat darüber nach, den aktuellen Job zu wechseln, 15% der Befragten sind momentan intensiv auf Jobsuche.

„Wir sehen, dass zurzeit insbesondere junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter von 16 bis 29 Jahren, Personen in Kurzarbeit sowie Beschäftigte in Wien an einem Jobwechsel interessiert sind”, sagt Georg Konjovic, CEO von karriere.at. Fast die Hälfte aller Befragten (48%) gibt ein höheres Gehalt als Grund für einen Jobwechsel an, fast ein Drittel (28%) wünscht sich einen krisensichereren Job, und knapp ein Viertel (24%) möchte mehr Anerkennung für ihre Leistungen. Gleichzeitig gibt jeder dritte Befragte (33%) an, dass die Coronakrise einen „sehr großen” bzw. „eher großen” Einfluss auf einen Wechsel des Arbeitsplatzes hat.

Wechselbereitschaft gedämpft

Dennoch dämpft die Krise die Wechselbereitschaft. So denkt mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer (52%), dass aktuell ein „sehr schlechter” bzw. „schlechter” Zeitpunkt ist, nach einer neuen beruflichen Herausforderung zu suchen; nur jeder zehnte Arbeitnehmer findet den Zeitpunkt günstig, um sich nach einem neuen Job umzusehen.

Die Pandemie hinterlässt tiefe Spuren auf dem heimischen Arbeitsmarkt: Bei jedem siebten Befragten wurde das Arbeitsverhältnis seit Ausbruch der Pandemie aufgelöst, bei jedem zehnten erfolgte die Auflösung durch den Arbeitgeber. „Der Faktor Alter spielt bei der Coronakrise eine wesentliche Rolle: Vor allem Arbeitnehmer im Alter von 16 bis 29 und von 30 bis 39 Jahren waren besonders von coronabedingten Entlassungen betroffen”, sagt Konjovic.
Als häufigster Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses (49% der Befragten) wurden Personaleinsparungen im Unternehmen genannt. Die Jobsuche in der Krise gestaltet sich umso schwieriger: 53% der Corona-Arbeitslosen haben seit der Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses immer noch keinen neuen Job gefunden.
Mehr als 90% der Befragten sind bereit, klassische Hygienemaßnahmen wie Abstandhalten oder Lüften mitzutragen. Eine hohe Bereitschaft herrscht auch bei Testungen und Impfungen: Rund 70% stehen kostenlosen Corona-Schnelltests und PCR-Tests in ihrem Unternehmen positiv gegenüber, knapp 58% von ihnen würden sich auf freiwilliger Basis am Arbeitsort gegen Corona impfen lassen. (red)

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