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Blickfang: auffallend, groß und innovativ © AFP/Timothy A. Clary
© AFP/Timothy A. Clary

Redaktion 14.02.2020

Blickfang: auffallend, groß und innovativ

Außenwerbung in Österreich: digitale Citylights, Kräne und andere individuelle Kampagnenmöglichkeiten.

••• Von Nadja Riahi

WIEN. Das Unternehmen Ambient Art spezialisiert sich seit über zehn Jahren auf Sonderwerbeformen und bietet seinen Kunden individuelle Out Of Home-Lösungen an. medianet sprach mit dem Geschäftsführer Günter Weninger über neue Werbeflächen, Nachhaltigkeit und die Beliebtheit von Außenwerbung.

Komplettpartner für Kunden

„Unser Spezialgebiet sind Inszenierungen im öffentlichen Raum. Wir sehen uns als Komplettpartner. Das heißt, dass wir uns um die Standortsuche, die entsprechenden Genehmigungen, die Produktion, die Konstruktion und die Montage kümmern. Die laufende Betreuung der Projekte gehört natürlich auch dazu”, beschreibt Weninger. „Auf diese Weise können wir die Wünsche unserer Kunden optimal umsetzen. Wir können mit unseren Werbeflächen spezifisch genau an dem Ort werben, an dem unsere Kunden ihre Zielgruppe anzutreffen versuchen. Das ist unter anderem der POS, Ausbildungsstätten, Bahnhöfe oder öffentliche Verkehrsmittel”, setzt er fort.

Design nach Wahl

Ein konkretes Beispiel sei The Student Hotel, ein neues Studentenwohnheim und Hotel in Nordbahnstraße im 2. Bezirk. „Wir haben dafür verschiedene Werbemaßnahmen an verschiedenen Universitätsstandorten in Wien, fahren mit einem kleinen Truck durch die Stadt und verteilen während der Prüfungszeit Cookies an die Studierenden”, erzählt Weninger.

Das Design für die Werbesujets entwickelt Ambient Art teilweise mit den Kunden gemeinsam, teilweise werden die Wünsche der Kunden für die entsprechenden Werbeflächen adaptiert. „Wir haben eine Grafik-, Design- und Kreativabteilung, falls für den Kunden da ein Bedarf besteht.”

OOH-Neuigkeit in Österreich

Neben den bereits bekannten Sonderwerbeformen bietet Ambient Art jetzt eine für Europa völlig neue Werbefläche an: Den Kran. „Wir haben schon viele Jahre versucht, diese neue Werbeform aufzubauen – jetzt ist es uns gelungen. In Zusammenarbeit mit den Bauträgern, Bauentwicklern und Eigentümern können wir unseren Kunden diese neuartige Werbemöglichkeit auf einem Kran bieten”, so Weninger. Die Location ist die Wiener Donaucity an der Reichsbrücke/Wagramerstraße. Dort werden außerdem in den nächsten Jahren 400.000 m2 Fläche entstehen, unter anderem mit den Danube Flats. „Hier hat sich die Möglichkeit ergeben, dass wir mit der Baufirma, der S&B Gruppe, eine Vereinbarung treffen konnten und die beiden Kräne an der Reichsbrücke als Werbefläche nutzen dürfen”, sagt der Ambient Art-Geschäftsführer. Auf die Frage, wie so eine Kranwerbung denn genau aussehe, antwortet Weninger: „Es wird ein Mantel um die Kransäule gebaut, der 360 Grad gebrandet werden kann, wobei die Brandings sind aus allen Richtungen sichtbar sein werden. Wir haben 75 Quadratmeter zur Verfügung und können sofort starten, die Fläche zu nutzen und individuell zu entwickeln. Aus statischen Gründen haben wir eine runde Konstruktion gewählt, es bietet sich hier vor allem ein hochformatiges Sujet an. Grafikmäßig sind keine Grenzen gesetzt.”

Für Unternehmen, die in dem Umfeld angesiedelt sind, sei diese neue Werbefläche besonders attraktiv, die Kontaktzahlen von 1,5 Mio. Passanten täglich können jedoch auch für alle anderen Unternehmen interessant sein. Zusätzlich zur Kranwerbung wird es im Zuge der Bauaktivitäten zum DC Tower 3 noch weitere großflächige Werbemöglichkeiten, die sogenannten Windschilder, geben. Damit sind Schutzschilder gemeint, die mit dem Gebäude mitwachsen. „Ein Windschild ist eine Umkleidung aus Holz, die auf der Etage, an der gerade gearbeitet wird, angebracht ist und sich über mehrere tiefer liegende Etagen erstreckt. Die Maße betragen in diesem Fall bis zu 1.000 Quadratmeter.”

Beliebt: die Außenwerbung

Die Focus Werbebilanz 2019 zeigt, dass OOH-Werbung als Werbekanal im letzten Jahr im Vergleich zu 2018 ein Plus von 9,7% verzeichnen konnte. „Die Beliebtheit von Außenwerbung spüren wir auch bei Ambient Art. Ich erkenne einen Trend von Unternehmen dahingehend, dass sie sich von dem 08/15-Korsett lösen und mehr auffallen wollen. Hier wird auf mehr Kreativität und Originalität gesetzt.

Gleichzeitig sind die Unternehmen sehr auf Kunden fokussiert und suchen nach Maßnahmen, die Zielgruppe ohne Streuverluste besser zu erreichen”, erzählt Weninger. Für ihn hat Außenwerbung als Werbeform einen sehr sympathischen Auftritt, denn: „Sie wird als unaufdringlich wahrgenommen, dort, wo sie teilweise nicht erwartet wird. Außerdem sind die Werbeflächen oft gar nicht als solche erkennbar, sondern kommunizieren versteckt ihre Botschaften und erschlagen die Menschen nicht damit”, so Weninger.
Bei einem Unternehmen, das Sonderinszenierungen aus verschiedenen Materialien anbietet, stellt sich auch die Frage nach einer nachhaltigen, umweltbewussten Produktion und Arbeitsweise. „Dieses Thema wird für uns zunehmend immer relevanter. Wir kommen dem nach, indem wir bei unseren Produkten überwiegend Holz einsetzen und alle Teile wieder verwenden. Bei dem Messestand für Adidas beim Vienna City Marathon haben wir genau das gemacht. Außerdem nutzen wir für unsere Werbefolien PVC-freie Folien, die chlorfrei produziert sind und mehrmals verwendet werden können. Dafür haben wir auch ein großes Lager, um die Produkte geeignet aufzubewahren”, sagt Weninger. Er empfiehlt seinen Kunden, die von Ambient Art entwickelten Lösungen mit Promotionen und Eventaktionen zu verbinden. „Diese crossmediale Vernetzung lege ich jedem Kunden nahe. Alle Kanäle zu bedienen, sorgt für einen aufmerksamkeitsstarken Auftritt”, so Weninger.

Geplante Erweiterungen

In Zukunft möchte Weninger die neuen Werbeformen auf weitere Standorte ausweiten und um LED-Screens erweitern. „Damit können wir digitale Botschaften vermitteln und den Content auch wechseln. Generell bieten die Kranwerbung und die Windschilder für unsere Kunden eine zusätzliche Möglichkeit, für ihre Bedürfnisse die richtige Werbefläche zu finden”, sagt Günter Weninger abschließend.

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