Cybersecurity und Kommunikation
© comm:unications
Thomas Laszlo, Sabine Pöhacker, Wilhelm Klenner, Alexandra Schordan und Wolfgang Hutter
MARKETING & MEDIA Redaktion 29.04.2026

Cybersecurity und Kommunikation

Ein Business Breakfast beleuchtete die Verbindung von IT-Sicherheit und Krisenkommunikation. Im Fokus stand das Zusammenspiel von technischen, organisatorischen und kommunikativen Maßnahmen.

WIEN. Die IT-Experten von Purple-Tec und die Wiener PR-Agentur comm:unications luden Mitte April zu einem Business Breakfast ins Hard Rock Cafe Vienna. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Cyberangriffe nicht nur technisch, sondern auch kommunikativ bewältigt werden können.

Vom IT-Vorfall zur Krise
Cyberangriffe würden laut Darstellung zunehmend zu umfassenden Kommunikationskrisen eskalieren. Innerhalb weniger Stunden könne sich ein technischer Vorfall zu einer öffentlichen Krise entwickeln. Sabine Pöhacker, Gründerin von comm:unications, sagte: „Wer im Ernstfall nicht strukturiert, schnell und transparent kommuniziert, riskiert nicht nur Datenverluste, sondern setzt das Vertrauen seiner Kunden aufs Spiel.“
Anhand einer Krisensimulation wurde gezeigt, wie ein Ransomware-Angriff Systeme lahmlegen, interne Kommunikation unterbrechen und gleichzeitig öffentliche Aufmerksamkeit auslösen könne. Fehlende oder verzögerte Kommunikation verschärfe laut Darstellung die Situation zusätzlich.

Strukturierte Kommunikation als Faktor
Ein zentrales Element sei eine klar definierte Kommunikationskaskade. Diese lege fest, wer innerhalb eines Unternehmens informiert werde und wie externe Anspruchsgruppen wie Kunden, Partner oder Medien eingebunden seien. Dabei müsse die Kommunikation laut Darstellung transparent, authentisch und angepasst an die jeweiligen Zielgruppen erfolgen.
Zudem seien rechtliche Anforderungen zu berücksichtigen, etwa Meldefristen gemäß Datenschutz-Grundverordnung oder der NIS2-Richtlinie.

Technologie und Prozesse im Zusammenspiel
Wolfgang Hutter von alerTel stellte KI-basierte Alarmierungssysteme vor, die im Krisenfall strukturierte Abläufe unterstützen sollen. Thomas Laszlo von Was-tun, wenn e.U. präsentierte ein Notfallhandbuch für unterschiedliche Szenarien.
Beide betonten: „Nur wenn technische Reaktion, organisatorische Prozesse und gezielte Kommunikation ineinandergreifen, können Unternehmen Krisen effektiv bewältigen“.

Vorbereitung als Grundlage
Die Teilnehmer waren sich einig, dass erfolgreiche Krisenbewältigung auf schneller Reaktion, Vorbereitung und aktiver Kommunikation basiere. Unternehmen sollten laut Darstellung Szenarien frühzeitig durchspielen, Verantwortlichkeiten definieren und Mitarbeiter regelmäßig schulen.
„Die beste Krisenkommunikation ist jene, die vorbereitet wurde“, sagte Pöhacker. (red)

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