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Demokratisierung der Marktforschung © Paul Kolp

Thomas Schwabl

© Paul Kolp

Thomas Schwabl

Redaktion 27.07.2022

Demokratisierung der Marktforschung

Wie Umfrageteilnehmer bei Marketagent selbst zu Marktforschern werden

BADEN. Bisher war die Rollenverteilung in der Marktforschung stets klar: Forscher stellten die Fragen und gaben die Richtung vor, die Probanden dienten als reine Meinungslieferanten. Doch warum nicht einmal den befragungswilligen Meinungsbildnern die Chance geben, sich selbst als MarktForscher zu versuchen und die relevanten Themen zu bestimmen? Das fragte sich auch das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent und führte vor gut einem Jahr ein neues Tool ein, das die Konsumenten zu Demoskopen macht. Die erste Zwischenbilanz ist beeindruckend: 22 Millionen Interviews in 82 Ländern wurden seit dem Start durchgeführt.

Umfrageforschung für Alle
„Mit dem Umfrage-Tool für unsere Panelisten wollten wir alte Muster und starre Strukturen der Marktforschung aufbrechen. Bis dato herrschte ein hierarchisches Denken zwischen Marktforscherin, Marktforscher und Probandin, Proband. Während erstere, ersterer die Inhalte definierte, konnte letztere, letzterer lediglich unreflektiert seine bzw. ihre Meinung dazu kundtun. Durch selbst konzipierte Umfragen kann endlich jeder und jede zum Marktforscher bzw. zur Marktforscherin werden“, legt Thomas Schwabl, der Geschäftsführer von Marketagent, die Beweggründe für die Entwicklung dieser Neuerung dar. Das innovative Tool erlaubt es den Panelisten nicht nur, einfach und unkompliziert selbst kurze Umfragen im Panel zu lancieren, sie können zudem völlig kostenfrei in die Rolle der MarktForscher schlüpfen. Dadurch erhalten Privatpersonen erstmals direkten Zugang zur Markt- und Meinungsforschung, was bisher nur Unternehmen vorbehalten war.

Die Zwischenbilanz zeigt, dass Marketagent hier einen Nerv getroffen hat: Im Schnitt sind täglich mehr als 2.000 Panelisten-Umfragen live. Seit Beginn der Aktion wurden bereits mehr als 115.000 Umfragen erstellt. Besonders erfreulich für die MarktForscher von Marketagent: Die DIY-Umfragen werden in allen 82 Mitgliedsländern mit Elan genutzt. Insgesamt können so bereits beeindruckende 22 Millionen Interviews in den DIY-Umfragen verzeichnet werden.

Die Möglichkeit, selbst Umfragen zu lancieren, ist für die Marktforscher aus Baden aber auch ein Symbol der Wertschätzung, die sie all ihren befragungswilligen Meinungsbildneren entgegenbringen. „Wir möchten unseren Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz danken. Sie sind für uns mehr als reine Meinungslieferanten – ganz im Gegenteil. Respekt wird bei uns großgeschrieben. Das unterstreicht das neue Tool, mit dem wir unserer internationalen Community etwas zurückgeben wollen“, erklärt Thomas Schwabl.

Win-Win-Situation
„Selbst wenn das nie unser Ziel war, profitieren wir auch selbst davon“, so Schwabl weiter. „Wir sehen, dass jedes Investment in unseren Pool an Meinungsbildneren eine direkte Auswirkung auf die Datenqualität hat. Denn nur zufriedene Mitglieder sind in weiterer Folge auch bereit, teils komplexe und langwierige Fragebögen zu beantworten. Höhere Rücklaufquoten, eine geringere Abbruchrate und eine höhere Konzentration bei den Erhebungen sind die Folge. Wir sind daher stets bemüht, unsere Plattform zu optimieren und neue Tools anzubieten. So wird es in Kürze auch einen Quiz-Mode geben, der unseren Mitgliedern nicht nur erlaubt Fragen zu stellen, sondern sie auch gleich zum Quizmaster macht. Gamification ist somit auch in der Markt- und Meinungsforschung ein Stück weit angekommen.“

DIY-Umfragen auf Erfolgskurs
Mit seinen 2,3 Millionen Mitgliedern in 82 Ländern hat Marketagent eine große Reichweite rund um den Globus – und täglich kommen weitere 2.000 Anmeldungen dazu. Dabei verzeichnet das Marktforschungsinstitut die größte Community an Meinungsbildneren in Österreich. In so vielen Köpfen schlummern gewiss noch mehr spannende Fragestellungen, die nur darauf warten, mit vielen anderen Panelmitgliedern geteilt zu werden. "Besonders spannend sind auch die neuen Einblicke in die Interessen unserer Panelisten, die wir als Marktforscher durch das neue Tool erhalten. Welche Ideen haben sie? Was würden sie selbst fragen? Wir dürfen unsere befragungswilligen Meinungsbildneren dadurch nochmals von einer ganz neuen Seite kennenlernen", zeigt sich Thomas Schwabl begeistert.

Klar distanzieren möchte sich das Marktforschungsinstitut jedoch von dem Vorwurf, dass es durch das neue Tool den Bock zum Gärtner machen würde. "Uns ist bewusst, dass wohl die meisten Panelisten keine professionellen MarktForscher sind. Doch der Mensch ist von Natur aus neugierig. Von Kindesbeinen an stellen wir Fragen an unsere Umwelt. Unsere DIY-Umfragen bieten eine Plattform für die Neugierigen, die Interessierten, die Kreativen, die zur Tat schreiten und ihre Freude an der Markt- und Meinungsforschung realisieren wollen", betont Schwabl. (red)

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