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Digital vernetzt und klassisch vor Ort Wie das vor allem als Hausbetreuer bekannte Unternehmen in der Coronakrise mit seinen Mitarbeitern, Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit in Kontakt bleibt. Attensam

Nikolaus Langhammer

Wie das vor allem als Hausbetreuer bekannte Unternehmen in der Coronakrise mit seinen Mitarbeitern, Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit in Kontakt bleibt. Attensam

Nikolaus Langhammer

Redaktion 21.04.2020

Digital vernetzt und klassisch vor Ort

Wie das vor allem als Hausbetreuer bekannte Unternehmen Attensam in der Coronakrise mit seinen Mitarbeitern, Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit in Kontakt bleibt.

WIEN. Anders als viele andere Unternehmen hat Attensam gerade alle Hände voll zu tun, weil Hygiene und Desinfektion mehr denn je gefragt sind.

Dass medizinisches Personal, Altenbetreuer und Supermarktangestellte derzeit auf Hochtouren arbeiten, ist bekannt. Was oft unter den Tisch fällt ist, dass auch Arbeitskräfte aus vielen anderen Bereichen während der Coronakrise für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens sorgen. Wie beispielweise das Reinigungsunternehmen Attensam, das österreichweit mehr als 20.000 Liegenschaften betreut – in vielen verschiedenen Bereichen, die aber alle mit Reinigung, Desinfektion, Hygiene, Sicherheit oder Wartung zu tun haben. Attensam hat schon vor langer Zeit entdeckt, welchen Stellenwert professionelle Kommunikation hat: Sowohl extern, um Flagge zu zeigen und die Marke zu stärken als auch intern, um die Mitarbeiter up-to-date zu halten. „Für uns ist Kommunikation ein wichtiger Pfeiler in der Unternehmensstrategie – das macht sich in der aktuellen Situation bezahlt, weil wir die dementsprechenden Kanäle dafür bereits etabliert haben“, erklärt Marketingchef Nikolaus Langhammer.

Digital gewinnt
Ein besonders wichtiger Kanal für die interne Kommunikation ist dabei die Mitarbeiter-App „Attensam Inside“, die jeder auf seinem Diensthandy installiert hat. Auf die interaktive Plattform werden laufend neue Informationen, derzeit vor allem mit Corona-Bezug, und regelmäßige Videobotschaften von Firmenchef Oliver Attensam eingespielt.

Da sich die meisten Kunden im Homeoffice befinden und postalisch nicht schnell genug erreichbar sind, hat Attensam hier die Kommunikation entsprechend adaptiert: Man setzt auf digitale Kommunikation, um den laufenden Änderungen in der Coronakrise gerecht zu werden. Angesichts der Situation wurde ebenso der Kunden-Newsletter angepasst – nun stehen beispielsweise Themen wie die Desinfektion von Räumen oder die Montage von Spendern für die Handdesinfektion im Mittelpunkt.

Als Ersatz für persönliche Meetings hat Attensam im vergangenen Monat Videoconferencing-Tools entdeckt. Auch wenn diese bereits seit Langem im Unternehmen zur Verfügung standen, wurden sie bisher eher selten genutzt. „Und sie funktionieren besser, als wir uns das je erwartet hätten“, ist Langhammer positiv überrascht.

Klassisch bleibt
Doch die Attensam-Mitarbeiter sind großteils nicht im Homeoffice, sondern müssen vor Ort im Einsatz sein, um beispielsweise in den Wohnhäusern Handläufe, Türgriffe, Lichtschalter, Sprechanlagen- oder Lifttasten gründlich zu reinigen und somit das Ansteckungsrisiko zu minimieren. In den betreuten Stiegenhäusern wird vor allem mit klassischen Aushängen gearbeitet, auf denen auf die aktuellen Verhaltensregeln der Mitarbeiter – kein Händeschütteln, mindestens einen Meter Abstand halten – hingewiesen wird. Oder auch auf die Besorgungen für Risikogruppen, die die Attensam-Teams derzeit kostenlos durchführen, sofern es die Zeit zulässt.

In der derzeitigen Krise setzt Attensam noch mehr als sonst darauf, auch die breite Masse zu informieren – immerhin ist einem großen Teil der Bevölkerung nicht bewusst, welche Rolle dem Unternehmen aktuell im Systemerhalt zukommt. Mit PR-Aktivitäten wie Presseaussendungen und Interviews verschafft man sich erhöhte Sichtbarkeit. „Gerade jetzt orientieren sich die Menschen an redaktionellen Berichterstattungen, daher ist gute und glaubhafte PR-Arbeit extrem wichtig“, führt Nikolaus Langhammer aus. (red)

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