WIEN. Der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) hat Agentic Marketing als Leitthema für das Jahr 2026 definiert. Hintergrund ist die zunehmende Rolle autonomer KI-Systeme entlang der Customer Journey. Diese Systeme vergleichen Preise, analysieren Bewertungen und schlagen Produkte vor, teilweise bevor Konsumenten selbst aktiv nach Angeboten suchen.
Statt klassischer Suchergebnisse erhalten Nutzer immer häufiger direkt aufbereitete Empfehlungen. KI-Systeme übernehmen damit Recherche, Bewertung und Filterung von Informationen. In ersten Anwendungen können sie auch Kaufentscheidungen eigenständig ausführen. Für Unternehmen verschiebt sich damit die Frage der Sichtbarkeit: Neben Suchmaschinen-Rankings werde laut Verband zunehmend relevant, ob und wie Inhalte von KI-Agenten in deren Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
„KI-Systeme übernehmen zunehmend Recherche, Vergleich und Empfehlung – oft bevor ein Mensch selbst aktiv wird. Für Marken bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über Suchmaschinen-Rankings, sondern auch darüber, wie KI-Agenten Inhalte bewerten und auswählen. Die eigene Website oder der eigene Webshop allein reichen dafür nicht mehr. Darum setzt der DMVÖ für 2026 den Schwerpunkt Agentic Marketing, um Unternehmen zukunftsfit zu machen“, sagt Alexandra Vetrovsky-Brychta, Präsidentin des DMVÖ.
Als ersten Schritt startet der Verband am 20. März die DMVÖ-Academy „Agentic Search & Agentic Commerce“. Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an Marketing- und E-Commerce-Verantwortliche und umfasst fünf Module zu je drei Stunden. Inhalte sind unter anderem die Rolle von Agentic Search für digitale Sichtbarkeit, Veränderungen im Kaufprozess durch Agentic Commerce sowie organisatorische und rechtliche Auswirkungen.
Die ersten vier Module finden online statt, das fünfte Modul wird in Präsenz abgeschlossen. Die Teilnehmerzahl ist laut DMVÖ begrenzt. (red)
Weitere Informationen und Anmeldung: www.dmvoe.at/events/academy-agentic-search-agentic-commerce
