WIEN. Die heimische Druckereibranche hat im vergangenen Jahr erstmals seit sechs Jahren wieder ein leichtes Umsatzplus erzielt. Der Branchenumsatz stieg um 0,8 Prozent auf 1,66 Mrd. €. Die Zahl der Betriebe blieb konstant, allerdings gab es bei den Beschäftigten einen Rückgang um 1,1 Prozent, gab der Verband Druck & Medientechnik am Montag bekannt. Nach wie vor unter Druck seien Zeitungsdruckereien.
Letztere schlossen das Vorjahr mit einem Umsatzminus von 3,9 Prozent ab. Auch wenn der Abwärtstrend in der Branche vorerst gestoppt sei, sieht der Verband keinen Grund zur Entspannung. Der Aderlass in der Branche sei in den letzten zehn Jahren "massiv" gewesen. "Auch die Ertragslage ist nach wie vor unterdurchschnittlich. Viele Druckereien haben einen zu geringen Cashflow, um dringend benötigte Investitionen zu tätigen", so Verbandspräsident Gerald Watzal laut Mitteilung.
Es sei aber positiv zu werten, dass die Nachfrage nach Gedrucktem grundsätzlich wieder steige, meinte Watzal; gefragt seien vor allem Nischenanbieter und Spezialisten, diese legten derzeit eine "überdurchschnittliche Marktperformance" hin.
Für das heurige Jahr ist Watzal vorsichtig optimistisch. Wirtschaftsforscher prognostizieren für das Jahr 2017 einen Konjunkturaufschwung. "Traditionell profitiert die Werbebranche – und damit die Druckbranche – relativ frühzeitig von der dadurch verbesserten Stimmung", so Watzal. (APA)
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