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Drucker-KV - Ärger um Postwurfsendung in der Steiermark © Panthermedia.net / DragonImages

Die Postwurfsendung "Gelbe Karte für Daniela Klampfer" sorgt für weiteren Wirbel.

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Die Postwurfsendung "Gelbe Karte für Daniela Klampfer" sorgt für weiteren Wirbel.

Redaktion 27.09.2017

Drucker-KV - Ärger um Postwurfsendung in der Steiermark

Flugblatt mit "Gelber Karte für Daniela Klampfer" für Kammer ein "niveaulosen Schlag unter die Gürtellinie“.

ST. RUPRECHT/RAAB. Im Konflikt um den Kollektivvertrag für Drucker hat es am Dienstag Ärger um eine Postwurfsendung im oststeirischen Bezirk Weiz gegeben: "Gelbe Karte für Daniela Klampfer" ist unter anderem darauf zu lesen. Auftraggeber war die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp). Die Wirtschaftskammer Steiermark sprach von einem "niveaulosen Schlag unter die Gürtellinie".

Auf der "Karte" werde die Inhaberin der Universitätsdruckerei Klampfer, die in St. Ruprecht an der Raab rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, wegen des KV-Wegfalls "persönlich diffamiert". Gemeinsam mit Regionalstellenobmann Vinzenz Harrer fordert der steirische Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk von den Gewerkschaftsspitzen eine "klare Distanzierung".

Auf dem Flugzettel, der am Dienstag in der Region Weiz an alle Haushalte gegangen sei, ist ein Foto der Unternehmerin zu sehen. Außerdem wird Klampfer aufgefordert, die Arbeitsbedingungen nicht zu verschlechtern. Ihr wird von der Gewerkschaft ein verantwortungsloses Vorgehen vorgeworfen, da sie aufgrund des derzeit fehlenden Kollektivvertrags in dieser Branche Einzelverträge mit ihren Mitarbeitern geschlossen hat.

"Mir blieb aufgrund des aktuell rechtsfreien Raums auch gar keine andere Wahl. Meine Mitarbeiter sind trotzdem bestens geschützt und werden fair entlohnt", verteidigte sich Klampfer in einer Aussendung der Kammer und zeigte sich schockiert.

Hintergrund ist der seit Längerem schwelende Streit um einen neuen Kollektivvertrag. "Wir haben der Gewerkschaft mitgeteilt, dass wir an einer demokratischen Willensbildung unserer Mitgliedsunternehmen und Ländergruppen intensiv arbeiten - und dass das bis November dieses Jahres erledigt sein wird. Wir haben weiters angeboten, dass die Gewerkschaft im Sinne umfassender, schneller Information ihre Position dazu - gern auch über unsere Kommunikationskanäle - allen Unternehmen direkt darlegt. Dass anstelle dessen jetzt gezielte Kampfmaßnahmen stattfinden, ist sachlich nicht gerechtfertigt und - gelinde gesagt - kontraproduktiv", so die Obfrau des Fachverbands Druck, Ingeborg Dockner.

Am 4. Oktober will die Gewerkschaft bei Klampfer protestieren. Sollte die Kammer nicht einlenken, werde man noch bei anderen Firmen vorstellig, kündigte der stellvertretende GPA-djp-Bundesgeschäftsführer Karl Dürtscher am Montag an. (APA)

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