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E-Papers federn Auflagenrückgang bei Österreichs Zeitungen etwas ab Helge O Sommer

Die Zahlen der ÖAK für das zweite Halbjahr 2015 wurden veröffentlicht.

Helge O Sommer

Die Zahlen der ÖAK für das zweite Halbjahr 2015 wurden veröffentlicht.

Redaktion 24.02.2016

E-Papers federn Auflagenrückgang bei Österreichs Zeitungen etwas ab

"Kleine", "SN" und "OÖN" verkauften mehr Zeitungen. Verkaufsauflage bei Mediaprint-Titeln "Krone" und "Kurier" ging zurück, "News" stoppte Talfahrt, Plus bei Abos

WIEN. Die E-Paper-Ausgaben haben den Auflagenrückgang der heimischen Tageszeitungen etwas abgefedert. Bei der "Kronen Zeitung", Österreichs größter Tageszeitung, schrumpfte die verkaufte Auflage binnen eines Jahres von 777.691 auf 762.691 Stück. Ohne den Verkauf von 7.545 E-Papers wäre der Einbruch noch stärker gewesen, geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Auflagenkontrolle (ÖAK) hervor.

 Die "Kleine Zeitung", Marktführerin in der Steiermark und Kärnten, blieb im zweiten Halbjahr 2015 hinter der "Krone" die meistverkaufte Zeitung. Sie steigerte die verkaufte Auflage im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2014 um 1.991 auf 284.436. Davon waren 8.427 E-Papers, ein Plus von 2.561. Die "Salzburger Nachrichten" (66.459) und die "Oberösterreichischen Nachrichten" (106.621) haben die Auflage ebenfalls gesteigert. Die beiden Tageszeitungen des Vorarlberger Verlegers Eugen Russ, die "Vorarlberger Nachrichten" (60.247) und die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" (7.230), haben kaum Auflage verloren.

Neben der "Krone" büßte auch der "Kurier" Auflage ein, die beiden Medien haben über die Tochtergesellschaft Mediaprint einen gemeinsamen Vertrieb. Die "Kurier"-Auflage ging von 144.733 Stück im Wochenschnitt auf 135.862 zurück. Auch der "Standard" (62.902), "Die Presse" (68.952), die "Tiroler Tageszeitung" (81.676) sowie das "WirtschaftsBlatt" (20.380) setzten in der zweiten Jahreshälfte 2015 weniger Exemplare ab.

Bei den Gratiszeitungen sank die täglich verbreitete Auflage von "Heute" leicht von 618.160 auf 617.383. "Österreich" verlor bei der verkauften Auflage knapp 14 Prozent auf 35.931 Exemplare, bei der verbreiteten Auflage legte das Boulevard-Blatt von Wolfgang Fellner von 506.678 auf 541.259 Stück zu. Der Gratiswochenzeitungsring Regionalmedien Austria (RMA) mit den "Bezirksblättern" brachte im Schnitt eine Auflage von 3,37 Millionen Exemplare wöchentlich an die Leser. Die niederösterreichische Wochenzeitung "NÖN" verkaufte 109.966 Titel.

 Das im Vorjahr neu aufgestellte Nachrichtenmagazin "News" meldete nach einer Talfahrt in den letzten Jahren eine gestiegene Auflage. "News" verkaufte im zweiten Halbjahr 2015 durchschnittlich 119.149 Exemplare, nach 117.886 im Jahr davor. Während der Einzelverkauf zurückging, gab es 5.668 zusätzliche Abos. Auch die weiteren Magazine der Verlagsgruppe News, "profil" (67.479), "tv-media" (180.097), "e-media" (37.699) und "Woman" (132.537), steigerten die verkaufte Auflage. "Die ganze Woche" verkaufte 308.341 Stück, "Seitenblicke" 35.359, "Servus in Stadt und Land" 132.249, die "ORF-Nachlese" 72.607, der "Gewinn" 39.314 und die "Wienerin" 45.586.

Die Detailzahlen der ÖAK finden sich unter http://www.oeak.at .

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