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„Emotions-Overkill” bringt Top-Quoten © APA/Harald Schneider

Die Berichterstattung um die Bundespräsidenten-Stichwahl brachte allen gute Quoten.

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Die Berichterstattung um die Bundespräsidenten-Stichwahl brachte allen gute Quoten.

Gianna schöneich 27.05.2016

„Emotions-Overkill” bringt Top-Quoten

Die Bundespräsidentschaftswahl sorgte nicht nur bei der Serie „Weißblaue Geschichten” für Quotenerfolge; 745.000 ­Österreicher schalteten am Montag allein auf ORF2.

••• Von Gianna Schöneich

WIEN. „Unser Land braucht nach dem Emotions-Overkill dieser Brutal-Wahl einen Neustart ohne Hysterie – mit Beruhigung, aber Reformen. Dafür kann Van der Bellen stehen – als stiller Präsident”, schrieb Wolfgang Fellner in Österreich. Die „Brutal-Wahl” dominierte auch die TV-Berichterstattung. Über Top-Quoten konnten sich am Sonntagabend die TV-Sender des Landes freuen. Spitzenreiter: der ORF; bei den Privaten konnte ATV die meisten Zuschauer verzeichnen.

Die „Zeit im Bild” auf ORF 2 um 19:30 Uhr kam auf eine durchschnittliche Reichweite von 1,461 Mio. Sehern, übertroffen nur von „Bundesland heute” um 19:03 Uhr mit 1,508 Mio. und einem Marktanteil von 67% – der Topwert seit 2008. Für die erste Hochrechnung waren 72% Marktanteil der beste Wert für eine erste Hochrechnung seit 2006.

Top-Quoten auch für Private

Die Wahl hielt auch die ATV-Seher in Atem. In Spitzenzeiten informierten sich bis zu 182.000 Seher über den aktuellen Stand der Wahl. Mit der Vorberichterstattung zur ersten Hochrechnung erreichte ATV 10,3% der 12- bis 49-Jährigen und 9% der 12- bis 29-Jährigen. Bei den Erwachsenen über 12 Jahre lag der Marktanteil bei 7,4%. Um 19:20 Uhr, zur gewohnten Zeit von „ATV Aktuell”, schalteten durchschnittlich 160.000 Österreicher zu ATV. Der Marktanteil bei den 12- bis 49-Jährigen lag hier bei 9,7%; ATV lieferte damit die erfolgreichste Wahl-Infoschiene im österreichischen Privatfernsehen.

Bei Puls 4 verfolgten am Wahltag (Sonntag) in Spitzen bis zu 120.700 Zuseher (12+) die Sendungen zur Wahl. Beim zu Red Bull gehörenden Salzburger Sender ServusTV erzielte das „Servus Journal” um 19:20 eine Durchschnittsreichweite von 59.000 Zusehern. Für die „Bundespräsidenten-Stichwahl” meldete ServusTV einen Marktanteil von 3,4% (12+) bzw. 2,8% (12–49).

Weißblauer Quotenhit am Montag

Am Sonntagabend hieß es bei den TV-Sendern: Sonderschichten einlegen. Das heimische TV-Programm wurde umgekrempelt und die Fernsehserie „Weißblaue Geschichten” erreichte kurzfristig quasi Kultstatus: Sie wurde am vergangenen Montag als Pausenfüller auf ORF 2 zum Quotenhit, weil sich die Ergebnisverkündung der Wahl verzögerte. 745.000 Österreicher schalteten ab 16:13 Uhr ORF2 ein; die Folge: Der Marktanteil der Bayerischen Serie betrug satte 60%.

Die „ZiB spezial” mit der ersten Rede von Alexander Van der Bellen hatte dann 669.000 Seher (46%), die „ZiB2 spezial” 791.000 Seher und der Hauptabend-„Report” 702.000 (24%, 12+). Die Topreichweite für eine TV-Sendung an einem Nicht-Wahltag erreichte die Montags-„ZiB” mit 1,316 Mio. Zuschauern bei 55% Marktanteil. „Der Wahlkarten-Krimi” am Montag erreichte bei ServusTV immerhin 1,8% (12+) bzw. 1,6% bei den 12- bis 49-Jährigen. Die ATV-Sondersendung zur Wahl erzielte am Montag 4,6% (12–49) bzw. 6,1% (12–29; absolut: 12+: 44.000).
ATV aktuell kam auf 5,3% (12–49) bzw. 3,3% (12–29; absolut: 12+: 98.000 Seher). Puls 4 erreichte in Spitzen bis zu 134.500 Zuseher (12+). Insgesamt erreichten die Puls 4-Wahlsendungen am Sonntag und Montag bis zu 848.600 Zuseher (WSK bei 12+).

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