WIEN. Seit Anfang August gelten weitere Bestimmungen des europäischen AI Acts. Die neuen Regelungen betreffen insbesondere sogenannte General Purpose AI-Modelle (GPAI). Im Rahmen der TEDAI Vienna wird Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, über die technologische Souveränität Europas sprechen. Die Konferenz findet am 26. September in der Wiener Hofburg statt.
Europäische und transatlantische Positionen
Die TEDAI Vienna thematisiert auch die global unterschiedlichen Strategien im Bereich KI-Governance. Während die EU mit dem AI Act einen rechtlichen Rahmen für Innovation und Sicherheit definiere, setze die Trump-Regierung mit ihrem „AI Action Plan“ auf marktorientierte Anreize.
Alina Nikolaou, Mitbegründerin und Kuratorin der TEDAI Vienna, erklärte: „Der europäische AI Act ist wie ein Kletterseil, das uns Halt beim Aufstieg gibt. Allerdings muss das Seil in Zukunft noch verstärkt werden, denn die Regulierung braucht noch viel Arbeit, um wirtschaftliches Wachstum, Innovation und Ethik in Einklang zu bringen.“ Nikolaou betonte außerdem die Bedeutung eines offenen Austauschs: „Daher ist es uns wichtig, bei der TEDAI nicht nur Raum für KI-Kompetenzaufbau zu bieten, sondern auch kritischen Stimmen zur aktuellen Regulierungslandschaft Gehör zu verschaffen und einen nuancierten Austausch zwischen Fachexperten zu ermöglichen.“
Virkkunen als erfahrungsstimme der EU
Mit Henna Virkkunen gewinne die TEDAI eine Speakerin, die die europäische KI-Governance maßgeblich mitgestaltet habe. Die finnische Politikerin ist seit Ende 2024 als Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission tätig und bringe langjährige Erfahrung aus dem Europäischen Parlament sowie aus verschiedenen Ministerämtern mit. (red)
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