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Facebook wird ausgeforschte Nutzer in der EU wohl nicht entschädigen © APA / Georg Hochmuth
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Redaktion 24.05.2018

Facebook wird ausgeforschte Nutzer in der EU wohl nicht entschädigen

Sensible Bankdaten seien nicht betroffen gewesen, so das Unternehmen in seiner Begründung.

MENLO PARK (USA). Facebook wird seine bis zu 2,7 Mio. vom Datenskandal um Cambridge Analytica betroffenen Nutzer in Europa voraussichtlich nicht entschädigen. Zur Begründung erklärte das Soziale Netzwerk am Mittwoch, sensible Bankdaten seien nicht betroffen gewesen.

Es habe sich zwar "klar um einen Vertrauensbruch" gehandelt: "Dennoch ist es wichtig, daran zu erinnern, dass weder Kontodaten, Kreditkarteninformationen noch Nummern von Ausweisdokumenten geteilt wurden." Mit der Erklärung reagierte der US-Konzern auf Fragen von EU-Parlamentariern am Vortag, die Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Anhörung im europäischen Parlament nicht beantwortet hatte.

Facebook steht seit Bekanntwerden des Datenskandals unter Druck, bei dem im Zuge dessen Cambridge Analytica die Informationen von 87 Mio. Mitgliedern missbrauchte, um im Wahlkampf US-Präsident Donald Trump zu unterstützen. Insgesamt nutzen in Europa 377 Mio. Menschen monatlich das weltgrößte Soziale Netzwerk.

Facebook erklärte, die meisten Nutzer hätten der fraglichen App Zugriff auf Daten wie ihr öffentliches Profil oder von ihnen bevorzugte Seiten gegeben, ähnlich wie dies befreundeten Nutzern ermöglicht werde. Der App-Entwickler habe an Cambridge Analytica nur Daten von Facebook-Nutzern in den USA und nicht von Nutzern in der EU verkauft. (APA/Reuters)

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