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Ganz im Zeichen von Covid-19: Die Focus Werbebilanz für das erste Halbjahr fällt ernüchternd aus © Georg Wurm_Focus_Institut_Marketing_Research

Die Geschäftsführer des Focus Instituts, Ronald Luisser und Klaus Fessel

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Die Geschäftsführer des Focus Instituts, Ronald Luisser und Klaus Fessel

Redaktion 30.07.2020

Ganz im Zeichen von Covid-19: Die Focus Werbebilanz für das erste Halbjahr fällt ernüchternd aus

Focus verzeichnet Einbußen in der Höhe von 10,7 % in den ersten 6 Monaten in Relation zum Vorjahr.

WIEN. Wenn gleich der Werbemonat Juni weniger drastisch ausfällt (Minus von 10 % in Relation zum Vorjahr) als noch die Vormonate, so präsentiert sich das gesamte erste Halbjahr ernüchternd und steht ganz im Zeichen von „Covid19“.

Ein Blick auf die einzelnen Werbeträger verdeutlicht die angespannte Situation bei vielen Medien in der klassischen Werbung. Die Rückgänge sind teils deutlich, allen voran Kino im
Grunde gibt es keine Werbeaufwendungen im 2 Quartal mit einem Minus von über 70 %. Die Minderung der Werbeaktivitäten auf Basi s der Bruttotarife sind ebenso im Bereich der Außenwerbung (die Spendings brechen um ein Viertel ein) dramatisch hoch. Österreichs dominierende Werbekanäle TV & Print verlieren ebenso 2 stellig. Auf der anderen Seite steht der gesamte Bereich der Online Werbung (inkl. Hochrechnung von Social Media, Suchwortvermarktung,..), welcher kumuliert um 5,3 % zulegen kann und somit als Profiteur aus der Corona Krise hervorgeht. Die Bruttoaufwendungen im Radio konnten sich seit Mai wieder erholen und liegen somit nahezu auf Vorjahresn ive au.
Bemerkenswert sind die Werbeausgaben der öffentlichen Institutionen, also auch jene Werbeaktivitäten, die insbesondere als Informationsdienst rund um Covid19 bzw. die daraus resultierenden Maßnahmen gegolten haben ein Mehraufwand von 44 Mio Euro in Relation zum Vorjahr konnte diesem Bereich zugeordnet werden. Just von der Sektion III Öffentlicher Dienste des Bundeskanzleramts wurden Bruttowerbeaufwendungen von fast 24 Mio. Euro generiert.
Der gesamte Lebensmittelhandel sowie der Inland
Tourismus sind zudem jene Bereiche, die das Werbegeschehen im ersten Halbjahr fo rcierten.

Werbeprognose für das 2. Halbjahr gedämpft
Die Prognose für das 2. Halbjahr bleibt zurückhaltend. Auf Basis von Experteninterviews bei der werbetreibenden Wirtschaft bzw. Werbeagenturen ist von einem weiteren Rücklauf von ca. 8 % in den nächsten 6 Monaten auszugehen, wobei auch im zweiten Semester die Online Gattungen von der Corona Krise noch am ehest en profitieren werden.

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