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Hands-on-Trends 2017 © iStock/Vladyslav Otsiatsia

Innovation Im kommenden Jahr werden wir uns zunehmend mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzen müssen.

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Innovation Im kommenden Jahr werden wir uns zunehmend mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzen müssen.

Michael Fiala 11.11.2016

Hands-on-Trends 2017

Die Digitalisierung wird auch im kommenden Jahr um sich greifen. Welche Entwicklungen sind heute schon sichtbar?

••• Von Michael Fiala

WIEN. Im Jahr 2017 wird sich das Tempo der Digitalen Transformation weiter beschleunigen; Trends sind: Artificial Intelligence, databased Community Building und das Neue Arbeiten. Viel wichtiger ist die Frage: Was brauchen österreichische Unternehmen, um Innovation in Echtzeit anzustoßen? Was sind die Hands-on-Trends 2017?

Sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, scheint eine altbewährte Strategie, allerdings eine sehr gefährliche. Wie man an Unternehmen wie AKG sieht (überholt vom Wiener Start-up mikme, das ein drahtloses Mikrofon mit höchster Aufnahmequalität entwickelt hat), ist der Rundumblick zu anderen Branchen und Themen sogar essen­ziell notwendig. Aber woran erkennt man eigentlich einen Trend?
„Drei Themenbereiche lohnt es, im Blick zu haben”, meint ­Sabine Hoffmann, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens ambuzzador. „Neue technologische Möglichkeiten, Start-ups und nicht zuletzt all jene Bereiche, wo Grenzkosten gegen Null streben.” Wird alles in einem Disruptionsradar veranschaulicht, ermöglicht es, auf Bedrohungen rasch zu reagieren und neueste Entwicklungen zeitnah in das eigene Geschäftsmodell zu integrieren.

Exponentielle Technologien

In Österreich ist Austrian Airlines dieses Jahr der Vorreiter in Sachen Innovation. Mit dem myAustrian Messenger wurde gänzlich neues Terrain betreten, um den Kunden ein noch besseres Service zu bieten. 2017 werden Chatbots und Roboter weiter der Kommunikation, dem Customer Service, aber auch dem eCommerce neue Facetten verleihen. Statt sich in die Logiken von Unternehmen und deren Websites hineindenken zu müssen, können Kunden bald mit künstlichen Intelligenzen in direkten Kontakt treten. Diese Art der Kommunikation wird sich einer Unterhaltung mit Menschen zunehmend annähern.

Community Building

Doch wer ist der Anwender eigentlich und was erwartet er von Unternehmen?

2017 ist es Zeit, die starre Konzentration auf die Marke aufzubrechen. Menschen kommen mit dem Anspruch: ‚Nimm mich als individuelle Person wahr' und stellen damit Unternehmen vor die Herausforderung, individuelle Bedürfnisse auch individuell beantworten zu müssen.
Eigene Communities gelten dafür als Schlüssel zum Erfolg. Das untermauert auch eine aktuelle Studie von Helene Karmasin und ambuzzador rund um die Motive von Menschen, sich Communities im Netz anzuschließen – etwa einem Sinn folgen oder menschliche Zuwendung zu erfahren. Mit den Communities werden immer mehr Daten gesammelt und analysiert, um die Wünsche und Bedürfnisse der Einzelperson zu erkennen und zu bedienen; das Schlagwort für 2017 ist damit Smart Data.

Das Neue Arbeiten

All diese Änderungen von außen machen eine Veränderung nach innen mehr als notwendig. Neue Organisationsformen wie Holacracy sowie konkret anwendbare Kreativmethoden wie Design Thinking unterstützen Unternehmen bei der Neuausrichtung interner Strukturen.

Eine Methode, die crossfunktionales Arbeiten in Echtzeit, Proaktivität und ein rasches und agiles Reagieren ermöglicht, ist Scrum: Wo vor kurzer Zeit noch dank Wasserfall-Methode Großprojekte im finanziellen Chaos endeten, nutzt man heute schnelle Abstimmungsrunden, abteilungsübergreifende Teams und kollaborative Tools, um auf unvorhergesehene Herausforderungen im Projekt schnell reagieren zu können. Offene Innovationsräume, ­definierte Zeitfenster für freies Arbeiten sowie die Anwendung von anwenderzentrierten Methoden sind ab 2017 ein Muss. Damit es Management und Mitarbeitern leichter fällt, den nächsten Innovationssprung zu vollführen, hat ambuzzador eine Innovationsbox entwickelt; dabei ist ein Desk Disruptor ebenso mit an Bord, wie eine Start-up- Compilation. Mit diesen Ansätzen gelingt es, konkrete Ansätze zum Arbeiten mit Trends und Entwicklungen abzuleiten. Die Uraufführung des Trend Generators erfolgt beim Digital Fitness Breakfast am 2.12. um 8:30 Uhr im Impact Hub Vienna.

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