WIEN. Vier von fünf Österreicher:innen (80,4 %) berichten bei der Smartphone-Nutzung über digitale Barrieren. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Marketagent im Auftrag von Accessiway unter 1.000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren. Am häufigsten sorgen Pop-ups für Probleme: 46,6 % finden sie zu zahlreich, 38,4 % haben Schwierigkeiten beim Schließen. Knapp ein Drittel (31,6 %) empfindet Eingabefelder als umständlich.
Weitere Hindernisse sind unübersichtliche Menüs (28,4 %), zu kleine Bedienflächen (19,2 %) und fehlende Anpassung an die Bildschirmgröße (17,3 %). Überraschenderweise zeigt sich, dass Menschen mit Matura häufiger betroffen sind als jene ohne höhere Bildung.
Überladenes Layout, nicht anpassbare Inhalte und schlecht funktionierende Vorlese-Funktionen betreffen Männer deutlich stärker als Frauen. Im Bundesländer-Vergleich berichten Wiener bei sieben der zwölf abgefragten Barrieren von höheren Schwierigkeiten als Menschen aus anderen Bundesländern. Babyboomer kritisieren vor allem kleine Schriftgrößen, während lange Ladezeiten für sie weniger problematisch sind.
„Die Zukunft des Internets ist mobil: Schon jetzt besitzen 89% der Österreicher über 15 Jahren ein Smartphone. Daher ist es verblüffend, dass österreichische Websites und Apps noch immer voller digitaler Barrieren in ihren Mobilversionen sind. Unternehmen schließen dadurch Menschen von der digitalen Teilhabe aus und verzichten auf Kundschaft“, sagt Paul Anton Mayer, Chief Growth Officer von Accessiway. (red)
