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In Linz beginnt’s – nachweisbar! © Druckerei Friedrich
© Druckerei Friedrich

Redaktion 13.03.2020

In Linz beginnt’s – nachweisbar!

Mit dem weltweit ersten antibakteriellen Dispersionslack produziert die Druckerei Friedrich keimfreie Drucksorten.

••• Von Paul Christian Jezek

LINZ. Eine Forschungsgruppe am Universitätsklinikum Regensburg hat einen neuen antimikrobiellen Wirkstoff entdeckt, ein deutsches Unternehmen hat auf dieser Basis prozesssicher den ersten antimikrobiellen Dispersionslack für die grafische Industrie entwickelt.

Rund 3.000 Bakterienarten

Die Druckerei Friedrich ist der erste und bis dato einzige Anbieter, der dieses Verfahren in Österreich offeriert. „Mit dieser weltweit einzigartigen Technologie können wir ab sofort einen wichtigen Beitrag für die Gestaltung keimfreier Drucksorten leisten”, betonen die Gesellschafter Alexander und Bernd Friedrich.

Beispiele der Ansiedelung von Bakterien, Viren und Keime sind Geldscheine sowie Verpackungen und Drucksachen aller Art.
Eine DNA-Analyse von Geldscheinen hat ergeben, dass sich rund 3.000 Bakterienarten auf unseren Banknoten tummeln. Die Forscher entdeckten dabei auch unhygienische Spuren. Manche Bakterien können mehrere Tage, Wochen oder Monate auf trockenen Papier- und Kartonoberflächen überdauern. So können sie vom Schein über die Hände in unseren Mund oder unsere Augen gelangen. Der Grund für das lange Überleben sind Feuchtigkeit und Nährstoffe, die durch den Menschen immer wieder auf die Geldscheine gebracht werden.

Die Photodynamik nutzen

Lack ermöglicht bei Raum- oder Tageslicht eine permanente, selbstständige Entkeimung der Oberfläche bei Druckprodukten aufgrund der Freisetzung aktiven Sauerstoffs. Diese Entkeimung basiert auf dem photodynamischen Effekt, also dem gezielten Zusammenspiel von speziellen Farbstoffen (Photokatalysator), Tages- oder Kunstlicht und Sauerstoff.

Bis heute war es nicht möglich, bei saugenden Stoffen wie Papier und Karton eine zuverlässige Lackierung aufzubringen, die Keime kontinuierlich und dauerhaft abtötet und die Sicherheit von Drucksachen nachhaltig erhöht – vor allem in Flug­linien, Zuglinien und öffentlichen Einrichtungen, aber auch bei Verpackungen, Speisekarten, etc.
Durch die antimikrobielle Funktion des neuartigen Lacks kann nun bei Drucksorten durch die gezielte Keimreduktion die Keimübertragung verhindert werden: Die Erfindung schafft eine hocheffektive anti­mikrobielle Funktion für unterschiedlichste Arten von Drucksachen.

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