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Leistungsschutzrecht: Google verhandelt mit heimischen Verlegern © APA / AFP / Josh Edelson
© APA / AFP / Josh Edelson

Redaktion 02.03.2022

Leistungsschutzrecht: Google verhandelt mit heimischen Verlegern

Angebote im fünf- und sechsstelligen Bereich an 400 österreichische Verlage übermittelt; ohne Einigung entfällt erweiterte Nachrichtenvorschau mit 1. April.

WIEN. Der Online-Riese Google hat in den vergangenen Wochen Verhandlungen mit österreichischen Verlagen aufgenommen und mehr als 400 Angebote unterbreitet. Ziel ist es, bis 1. April 2022 Einigungen für die Verwendung von über "kurze Auszüge" hinausgehenden Inhalten zu erreichen, um weiterhin erweiterte Nachrichtenvorschauen anzeigen zu können. Klappt dies nicht, werden künftig nach Suchanfragen lediglich Schlagzeile und Link angezeigt, um Sanktionen auszuschließen.

Hintergrund ist die Ende des Vorjahres beschlossene Urheberrechtsnovelle, die die Einführung eines Leistungsschutzrechts mit sich brachte und mit Beginn nächsten Monats Sanktionen für die Verwendung von Inhalten ohne ausreichende Genehmigung der Verlage vorsieht. Um weiterhin auch kurze Abrisse aus den Artikeln anzeigen zu können, unterbreitet Google den Verlagen nun Angebote im fünf- und sechsstelligen Bereich, wie Google-Österreich-Direktorin Christine Antlanger-Winter in einem Blogeintrag festhielt. Verlage, deren Inhalte häufiger per Google Search, News oder Discover erscheinen, sollen höhere Zahlungen erhalten.

In dem Blogeintrag wurde auch der erwirtschaftete Umsatz aus Klicks auf Anzeigen bei nachrichtenbezogenen Suchanfragen in Österreich preisgegeben: 4,5 Mio. € soll Google auf diesem Weg 2020 eingenommen haben. Allerdings machen nachrichtenbezogenen Suchanfragen auch weniger als zwei Prozent aus; die Mehrheit sind kommerziellen Hintergrunds.

In anderen Ländern liegen bereits Einigungen von Google mit Presseverlegern vor. In Deutschland beispielsweise mit Spiegel, Die Zeit oder Handelsblatt. (red)

 

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