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Medienenquete der Regierung sammelte schon im Vorfeld viel Input © APA / Robert Jaeger

Die Medienenquete steht kurz bevor - Medienminister Gernot Blümel

© APA / Robert Jaeger

Die Medienenquete steht kurz bevor - Medienminister Gernot Blümel

Redaktion 04.06.2018

Medienenquete der Regierung sammelte schon im Vorfeld viel Input

Über 100 Stellungnahmen zu Fragen wie Public Value, Medienfinanzierung und Digitalisierung eingelangt.

WIEN. Die Regierung trommelt für ihre Medienenquete diesen Donnerstag und Freitag (7./8. Juni) so ziemlich alles zusammen, was in der heimischen Medienbranche Rang und Namen hat. Das Programm punktet aber auch mit etlichen internationalen Speakern. Mit den Rückmeldungen auf den vorab erfragten Input zu den Kernthemen Public Value, Medienfinanzierung und Digitalisierung ist man im Bundeskanzleramt hoch zufrieden.

Medienminister Gernot Blümel (ÖVP) hatte im Vorfeld zu Stellungnahmen eingeladen. Eingelangt sind bisher über 100 "qualitativ sehr hochwertige und umfangreiche Rückmeldungen", hieß es im Ministerbüro auf APA-Anfrage. Diese "werden nun geclustert und inhaltlich für die jeweiligen Schwerpunktsessions aufbereitet".

Für jeden dieser drei Schwerpunkte gibt es am ersten Tag der Veranstaltung nämlich sogenannte Sessions mit drei bis vier Diskutanten, in denen die Diskussion im Plenum am Tag zwei vorbereitet werden soll. Die "Patronanz" über die Sitzung zum Thema Public Value übernimmt dabei ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, jene zum Thema Medienfinanzierung ProSiebenSat.1 Puls 4-Chef Markus Breitenecker und zum Thema Digitalisierung "News"-Chefredakteurin Esther Mitterstieler.

Noch ausgiebiger diskutiert über die drei Punkte wird dann am zweiten Tag, wofür man auch mehrere Keynote-Speaker engagiert hat: Noel Curran von der European Broadcasting Union und Conrad Albert vom ProSiebenSat.1-Konzern (Public Value), Werbeexperte Thomas Koch und die frühere SRG-Chefin Ingrid Deltenre (Finanzierung) sowie Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen (Digitalisierung); an der dazugehörigen Podiumsdiskussion nehmen in- und ausländische Branchenvertreter teil.

Blümel sehe in diesem Prozedere die Chance, bereits bei der Medienenquete "Widersprüche oder offene Fragen" aus den Schwerpunkt-Sessions auflösen bzw. beantworten zu können. "Wir wollten eine neue Art der Diskussion und glauben, so kann uns das gut gelingen", sagte seine Sprecherin der APA. Wesentlich sei dem Minister die Einbindung, deswegen sollen Thesen und Themen auch während der Sessions mittels Online-Tool "abgefragt" werden.

Eine weitere Diskussionsrunde am Freitag widmet sich dem Themenbereich "österreichische Identität", wo auch Kulturschaffende zu Wort kommen. Den Abschluss macht dann eine Podiumsdiskussion der Mediensprecher aller im Nationalrat vertretenen Parteien.

Tag eins indes bringt gleich zum Auftakt die Keynotes der Branchen-Schwergewichte Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender des Springer-Konzerns und Präsident des Bundesverbands der Deutschen Zeitungsverleger) und Gerhard Zeiler (früherer ORF-General und nun Präsident von Turner International). Keynote Nummer drei kommt von Vera Jourova, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung. Europa ist denn auch Schwerpunkt des allerersten Panels, gefolgt vom Thema "Wettbewerb und neue Allianzen" (Keynote: Jan Ötjen, für die Login-Allianz net-ID).

Die Enquete findet im Wiener MuseumsQuartier statt. Wer nicht eingeladen ist, aber trotzdem dabei sein will, kann das via Fernsehen tun: Der ORF überträgt live auf ORF III, ATV 2 zeigt die Übertragung ebenfalls. Man stelle das Signal kostenlos zur Verfügung, betonte der ORF gegenüber der APA. Das Programm der Enquete ist auf der Homepage des Bundeskanzleramts abrufbar: Homepage des Bundeskanzleramts

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