Multi-Agenten gewinnen an Bedeutung
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Der Connectivity Benchmark Report von Salesforce zeigt, dass der Einsatz von KI-Agenten in europäischen Unternehmen zunehmen wird.
MARKETING & MEDIA Redaktion 11.02.2026

Multi-Agenten gewinnen an Bedeutung

Salesforce-Studie sieht starkes Wachstum von KI-Agenten in europäischen Unternehmen. Integration und Governance gelten als zentrale Erfolgsfaktoren.

WIEN. Der aktuelle Connectivity Benchmark Report von Salesforce zeigt, dass der Einsatz von KI-Agenten in europäischen Unternehmen deutlich zunimmt. Derzeit nutzen Unternehmen im Durchschnitt zwölf KI-Agenten, innerhalb der nächsten zwei Jahre soll diese Zahl um 83% steigen. Laut Studie entwickelt sich damit das sogenannte Agentic Enterprise, in dem Menschen und KI-Agenten gemeinsam arbeiten, zunehmend zur Realität.

Einsatz und Verbreitung von KI-Agenten
Bei 78% der befragten europäischen Unternehmen haben laut Bericht die meisten oder alle Abteilungen bereits KI-Agenten eingeführt. 94% der IT-Führungskräfte geben an, dass KI-Agenten Entwickler entlasten und ihnen ermöglichen, sich auf höherwertige Aufgaben zu konzentrieren. Zum Einsatz kommen dabei vorgefertigte SaaS-Agenten, eingebettete Agenten innerhalb von Enterprise-Plattformen sowie eigenständig entwickelte Lösungen.

Herausforderungen bei Orchestrierung und Governance
Die Studie zeigt, dass 50% der KI-Agenten derzeit noch in isolierten Silos arbeiten und nicht Teil eines Multi-Agenten-Systems sind. Als Folge werden lückenhafte Workflows, redundante Automatisierungen und das Risiko von Schatten-KI genannt. 84% der IT-Führungskräfte befürchten laut Bericht, dass KI-Agenten ohne ausreichende Integration mehr Komplexität als Nutzen bringen könnten.

Integrationslücken und Systemvielfalt
Die Zahl der eingesetzten Anwendungen in europäischen Unternehmen stieg demnach innerhalb eines Jahres von 789 auf 867, wobei nur 29% dieser Apps miteinander integriert sind. Als zentrale Hürden für die Transformation zum Agentic Enterprise werden Unsicherheiten bei Risikomanagement, Compliance und Sicherheit, fehlende interne Expertise sowie veraltete Infrastrukturen genannt. Zudem berichten 95% der Unternehmen über Herausforderungen bei der Datennutzung.

API-getriebene Architekturen als Lösungsansatz
Zur Bewältigung dieser Herausforderungen setzen IT-Führungskräfte laut Studie verstärkt auf API-led Architekturen. 96% stimmen zu, dass der Erfolg von KI-Agenten von einer nahtlosen Datenintegration über alle Systeme hinweg abhängt, 92% sehen eine API-getriebene IT-Architektur als erfolgsentscheidend. Mehr als die Hälfte der Unternehmen nutzt APIs bereits, um KI-Tools zu verbinden und zu kontrollieren.

Weiterentwicklung von MuleSoft Agent Fabric
Salesforce hat im Zuge dessen die Erweiterung von MuleSoft Agent Fabric bekannt gegeben. Neue Funktionen sollen die automatisierte Erkennung und zentrale Verwaltung von KI-Agenten über verschiedene Cloud-Umgebungen hinweg ermöglichen. Ziel sei es laut Unternehmen, Transparenz, Governance, Sicherheit und Orchestrierung in wachsenden Multi-Agenten-Landschaften zu verbessern. (red)

 

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