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Newsletter ohne Barrieren © eyepin/Tanzer

Der AutorFranz J. Kolostori ist Gründer und Geschäftsführer des E-Mail- und Event-Marketing-Spezialisten eyepin.

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Der AutorFranz J. Kolostori ist Gründer und Geschäftsführer des E-Mail- und Event-Marketing-Spezialisten eyepin.

Redaktion 06.03.2020

Newsletter ohne Barrieren

Barrierefreiheit ist nicht nur bei baulichen Maßnahmen relevant, auch im Online-Marketing ist sie ein Thema.

Gastkommentar ••• Von Franz J. Kolostori

WIEN. Mehr als 1,3 Mio. Österreicherinnen und Österreicher haben laut dem Sozialministerium eine Behinderung – ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, der von Wirtschaft und Verwaltung oft nicht oder nur unzureichend berücksichtigt wird.

Bei Barrierefreiheit denken viele nur an bauliche Maßnahmen wie etwa Rollstuhlrampen. Aber: Auch E-Mail-Newsletter, Einladungen oder verlinkte Webseiten müssen so gestaltet sein, dass sie für alle leicht lesbar sind.
Doch wie stellt man sicher, dass eine Event-Anmeldung oder eine Voting-Teilnahme nicht zum Hindernis werden?

Klare Formatierung

Lesbarkeit ist bei der Wahl der Schriftart das A und O. Die Fontgröße muss mit mindestens 14 Pixeln (entspricht 10,5 pt) großzügig bemessen werden. Außerdem wichtig: Klare Kontraste; die Textfarbe muss sich gut vom Hintergrund abheben. Manche Farbkombinationen, wie etwa Rot-Grün, sind ein No-Go, da Personen mit Farb­fehlsichtigkeit so ausgeschlossen werden.

Auch Alternativtexte für Bilder sind ein Muss. Menschen mit einer Sehbehinderung nutzen oft ‚Bildschirmvorleser'-Programme (sogenannte Screenreader), die Texte und Bilder mit Alternativbeschreibungen vorlesen. Ist etwa ein Foto von einem Baum zu sehen, sollte das Wort ‚Baum' zur Beschreibung hinterlegt sein.

Sprache festlegen

Screenreader sind in verschiedenen Sprachen verfügbar. Damit die Software den Text in der gewünschten Aussprache verständlich wiedergibt, muss die Sprache eines E-Mail-Newsletters definiert sein.

Digitale Barrierefreiheit

Um die gewählten Einstellungen zu überprüfen, muss der Newsletter schließlich vorab getestet werden. Die digitale Barrierefreiheit von Newsletter und Websites muss vorab für die Darstellung auf allen Endgeräten und dem Screenreader geprüft werden. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Online-Ansicht. E-Mail-Newsletter sollten zusätzlich einen Link zur Onlineversion beinhalten, denn die Ansicht im Internetbrowser sorgt für eine zuverlässigere Darstellung der Inhalte als E-Mail-Programme. Wer diese Tipps beherzigt, hilft Menschen mit Behinderung, sich online gut zurechzufinden.

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