WIEN. IFPI Austria meldet für 2025 einen Umsatzanstieg des heimischen Musikmarkts um 6,5 Prozent auf 270,4 Mio. Euro. Haupttreiber bleibt der Streaming-Bereich, der 87,1 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht: 202,9 Mio. Euro wurden über Plattformen wie Spotify, Apple Music oder Deezer erzielt. In Summe wurden in Österreich auf diesen Plattformen 2025 knapp 22 Mrd. Songs gehört, vier Prozent mehr als 2024.
Physische Tonträger verzeichnen ein differenziertes Bild: Vinyl liegt erstmals vor der CD und erzielt 13,3 Mio. Euro Umsatz, während die CD auf 12,4 Mio. Euro fällt. Weitere Umsätze stammen aus Downloads, Musik-DVDs, Lizenzeinnahmen über die Verwertungsgesellschaft LSG und Synchronisationsrechte.
IFPI-Präsident Franz Pleterski betont: „Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend zur Stagnation blieb der österreichische Musikmarkt auch im Vorjahr auf Wachstumskurs.“ Laut IFPI-Geschäftsführer Thomas Auböck steht man nach Streaming nun mit KI-Musik vor der nächsten Evolutionsstufe. „Unser Ziel ist klar: Gemeinsam mit Technologieunternehmen wollen wir neue, faire Erlösmodelle für die Musikbranche entwickeln. Wer Musik zum Training von KI-Systemen nutzt, braucht eine Lizenz - und muss dafür bezahlen.“
Chartsiegerin im Albumbereich war erneut Taylor Swift, die US-Amerikanerin holte den Spitzenplatz mit „The Life of a Showgirl“. Das erfolgreichste österreichische Album war Rainhard Fendrichs „Wimpernschlag“. In der Single-Jahreswertung hatte Oimara mit „Wackelkontakt“ die Nase vorn, gefolgt von Alex Warren mit „Ordinary“ und „Apt.“ von Rosé & Bruno Mars. Die meistverkauften Singles aus Österreich kamen von RAF Camora & Reezy („Connected“), ESC-Sieger JJ („Wasted Love“) und Ely Oaks („Running Around“).
