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ORF-Channelmanagerin Totzauer präsentiert erste Formate © APA / Herbert Neubauer

Lisa Totzauer

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Lisa Totzauer

Redaktion 11.09.2018

ORF-Channelmanagerin Totzauer präsentiert erste Formate

Gipfeltreffen vor dem EU-Summit - Österreichische Kabarettisten auf "Kleinem Staatsbesuch" in EU-Staaten - Bundesländer-Porträts mit Hanno Settele.

WIEN. Mit neuen Herbst-Formaten liefert die neue Channelmanagerin von ORF eins, Lisa Totzauer, einen Vorgeschmack auf ihre Handschrift für den Sender. Europa und Österreich stehen im Zentrum. Das erste Projekt - "Gipfeltreffen - Welchen Weg wählt die EU?" anlässlich des EU-Summits - ist bereits diesen Mittwoch zu sehen. Über das neue Programmschema von ORF eins verrät Totzauer noch nichts. "2019 wird es anders aussehen", so viel sagt sie. Derzeit seien noch "Entscheidungen offen, Abstimmungen im Laufen". Beschließen muss das Schema der Stiftungsrat.

Einen Vorgeschmack bringen die nun anlaufenden Formate. So wird der Mittwoch ein fixer Thementag mit 45-minütigen "DOKeins"-Ausgaben. Den Anfang macht ab 3. Oktober eine Rundreise in neun Etappen durch Österreich: Hanno Settele ist der "Kurier des Kaisers" und erforscht auf Auftrag von ORF-"Kaiser" Palfrader den Wert der österreichischen Bundesländer. Die Rahmenhandlung ist humorig, das Thema ernst gemeint, denn Settele recherchierte in jedem Bundesland gründlich, was es so zu bieten hat. "Ich bin selbst überrascht, was wir alles herausgefunden haben", sagte Totzauer bei der Präsentation vor Journalisten am Montag. Im Anschluss wird ein zum Bundesland passender "Landkrimi" gezeigt und danach "Zeitgeschichten", ebenfalls ein neues Format: Es sucht Archivmaterial aus dem jeweiligen Land heraus und knüpft an die Gegenwart an.

Das "Gipfeltreffen" findet schon diesen Mittwoch statt und blickt dem EU-Gipfel in Salzburg entgegen. Ein Reportageteil, präsentiert von Roman Rafreider, führt nach Visegrad, Straßburg und London, als drei sehr unterschiedliche, aber allesamt "symbolträchtige Schauplätze" Europas, erklärte ORF eins-Chefredakteur Wolfgang Geier. Im zweiten Teil talkt Lisa Gadenstätter mit Brigitte Ederer, zum Zeitpunkt von Österreichs EU-Beitritt SPÖ-Staatssekretärin, dem früheren Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) sowie Leigh Turner, derzeitiger britischer Botschafter in Wien. Geier will mit dieser Sendung auch einen "Problemaufriss" schaffen und die Frage stellen: "Woran hakt es in Europa?"

Am schon bisher humorig gefärbten Freitag-Hauptabend findet ab 19. Oktober der "Kleine Staatsbesuch" statt. Das Konzept: Österreichische Kabarettisten besuchen ein EU-Land, den Auftakt macht Robert Palfrader, der in Schweden in die Sauna geht. Alle Protagonisten hätten einen persönlichen Bezug zum porträtierten Land, betonte Totzauer. "Am Ende der Staffel werden wir sehen: Wir haben alle einen unterschiedlichen Schmäh und Humor."

Die nun lancierten Neuerungen sind Sonderprojekte wurden zusätzlich zum "Tagesgeschäft" produziert. "Mit einer sehr motivierten und engagierten Truppe" sei das "unter Entbehrungen machbar", sagte Totzauer. Geier hört indes schon manchmal "den Dienstplan leise seufzen", räumte er ein. Für einen deutlichen Ausbau des Informationsanteils in ORF eins, wie ihn sich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (etwa mit einem täglichen Info-Magazin) wünscht, brauche es aber auch die entsprechenden Ressourcen, sagte die Channelmanagerin: "Eine Aufstockung der Information ist nicht machbar, ohne es personell zu hinterlegen. Information ist das Herz des öffentlich-rechtlichen ORF." Hier gebe es "keinen Spielraum". (APA)

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