MARKETING & MEDIA
ORF-Wahl: Suche nach Finanzdirektor geht weiter © APA Georg Hochmuth

Alexander Wrabetz hält sich im Zusammenhang mit seinem künftigen Team bedeckt.

© APA Georg Hochmuth

Alexander Wrabetz hält sich im Zusammenhang mit seinem künftigen Team bedeckt.

Redaktion 14.09.2016

ORF-Wahl: Suche nach Finanzdirektor geht weiter

Roland Weissmann und Wolfgang Bergmann sind im Gespräch.

WIEN. Die Suche nach einem neuen ORF-Finanzdirektor und Nachfolger von Richard Grasl war am Dienstag, zwei Tage vor der Bestellung der ORF-Direktoren und -Landesdirektoren, noch im Gang. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hielt sich im Zusammenhang mit seinem künftigen Team vorerst weiter bedeckt.

Als aussichtsreichste Anwärter auf den Posten des Kaufmännischen Direktors gelten derzeit Roland Weissmann (er war Grasls rechte Hand und Büroleiter und verwaltete zuletzt als Leiter der Programmwirtschaft bereits die Millionen-Budgets im Fernsehen) sowie "Standard"-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann. Für die Radiodirektion gilt FM4-Chefin Monika Eigensperger als Favoritin. Als Fixstarter gelten weiter Kathrin Zechner als Programmdirektorin und Michael Götzhaber als Technischer Direktor.

Kenner des ORF-Generals vermuten, dass dieser sein endgültiges Team erst am Donnerstag direkt in der Sitzung des ORF-Stiftungsrats präsentieren wird. Dieser tagt ab 10:00 Uhr und stimmt über die Bestellungsvorschläge von Wrabetz' Direktorium III ab. Zunächst wird dabei über die vier Fachbereichsdirektoren abgestimmt, danach über die neun Landesdirektoren.

Bei den Landesdirektoren dürfte es nur in Salzburg und im Burgenland Veränderungen geben: In Salzburg muss der unter der früheren SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bestellte Roland Brunhofer auf Wunsch von ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer seinen Sessel räumen. Brunhofer hat sich nun für alle 13 ausgeschriebenen Direktorenpositionen beworben, dürfte in der ersten Runde aber leer ausgehen; im Burgenland soll Landesdirektor Karlheinz Papst auf Drängen der dortigen SPÖ abgelöst werden. Als Wunschnachfolger gilt Werner Herics, der als Leiter Organisation im ORF-Standortprojekt fungiert.

Brunhofer könnte unterdessen einer der Channel Manager im Fernsehen werden, eine Position für die auch Magazine-Chefredakteurin Waltraud Langer oder der Leiter des multimedialen Newsroom-Projekts, Stefan Ströbitzer, der sich auch für den Posten des Radiodirektors beworben hat, gehandelt werden. Gegen Brunhofer gibt es aber heftigen Widerstand führender Redakteure der TV-Information. Hintergrund: Der Landesdirektor soll bei früherer Gelegenheit intern angedeutet haben, dass der Information eine prononciertere Führung guttun würde.

Mögliche Änderungen werden auch für die TV-Information selbst kolportiert. Fernseh-Innenpolitikchef Hans Bürger könnte demnach neuer Chefredakteur von ORF 2 werden, Lisa Totzauer jene von ORFeins. Der bisherige TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher könnte in der neuen Struktur Leiter des sogenannten Newsgathering oder der Magazine werden. Im Newsgathering, das laut Ausschreibung der Programmdirektion zugeordnet ist, dürften künftig die Content-liefernden Fachressorts angesiedelt sein. Die Chefredakteure von ORF 2 und ORFeins sollen laut bisherigen Erklärungen von Wrabetz dem jeweiligen Channel Manager unterstehen, der wiederum dem Generaldirektor selbst untersteht. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL