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Streamingdienst-Abos bald auch im europäischen Ausland nutzbar PantherMedia.net / Buchachon Petthanya

Auch im Ausland muss man auf sein Streaming-Abo nicht mehr verzichten.

PantherMedia.net / Buchachon Petthanya

Auch im Ausland muss man auf sein Streaming-Abo nicht mehr verzichten.

Redaktion 09.02.2017

Streamingdienst-Abos bald auch im europäischen Ausland nutzbar

EU-Mitgliedsstaaten und Europaparlament einigen sich auf Kompromiss.

BRÜSSEL. Verbraucher können möglicherweise schon im kommenden Jahr Filme, Musik, Spiele und Sportevents über ihre Streamingdienste auch auf Reisen im europäischen Ausland ansehen; die EU-Kommission, die Mitgliedsstaaten und das Europaparlament einigten sich am Dienstagabend auf einen entsprechenden Kompromiss.

Bisher verhinderte das sogenannte Geoblocking vielfach die Nutzung der im Heimatland gebuchten Dienste wie Amazon Prime, Netflix oder Maxdome.

Die Einigung sieht vor, dass Nutzer künftig im Urlaub, auf Dienstreisen oder bei Studienaufenthalten im EU-Ausland ihre kostenpflichtigen Abonnements bei diesen Anbietern ohne Einschränkung nutzen können. Dies ist jedoch bisher wegen der normalerweise auf einzelne Länder beschränkten Lizenzrechte, dem Geoblocking, nicht möglich.

Einen Vorschlag zur Aufhebung des Geoblockings hatte die EU-Kommission bereits im Dezember 2015 vorgelegt; es ist Teil ihrer Strategie für den digitalen Binnenmarkt.

Um einem Missbrauch vorzubeugen, soll laut dem nun gefundenen Kompromiss ein Kontrollmechanismus eingeführt werden. Dazu könnten etwa Bezahl- und Steuerdaten, Post- und IP-Adresse benutzt werden. Der Kompromiss muss noch formell von den Mitgliedsstaaten im Rat und vom Europäischen Parlament bestätigt werden. Möglicherweise könnte die Volksvertretung bereits im April abstimmen. Nach der offiziellen Zustimmung beider Institutionen tritt der Beschluss dann neun Monate nach Erscheinen im Europäischen Amtsblatt in Kraft. Dies könnte also zum Jahresbeginn 2018 der Fall sein.

Nach Angaben der EU-Kommission verwenden derzeit 49% der Internetnutzer Streamingdienste. Mit dem Wegfall der Roaminggebühren im Juni dieses Jahres erwartet die Kommission einen Anstieg der Zahl. (APA/AFP)

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