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Trump zweifelt an Existenz von "New York Times"-Autor © Nicholas Kamm / AFP

US-Präsident Donald Trump

© Nicholas Kamm / AFP

US-Präsident Donald Trump

Redaktion 06.09.2018

Trump zweifelt an Existenz von "New York Times"-Autor

Die New Yorker Zeitung verteidigt die Veröffentlichung.

WASHINGTON. Nach dem anonymen Bericht eines mutmaßlich ranghohen US-Beamten zur aktiven Untergrabung der Politik von Donald Trump durch Mitarbeiter des Weißen Hauses hat der US-Präsident die Offenlegung des Namens des Autoren gefordert. "Wenn die feige anonyme Person wirklich existiert, muss die 'Times' ihn oder sie zum Zweck der nationalen Sicherheit sofort an die Regierung ausliefern!", twitterte Trump.

"Existiert der sogenannte 'ranghohe Regierungsbeamte' wirklich, oder ist es nur die angeschlagene 'New York Times' mit einer weiteren erfundenen Quelle?", schrieb der US-Präsident am Mittwoch (Ortszeit). Zuvor hatte er den anonymen Bericht bereits mit dem Wort "Verrat?" bei Twitter kommentiert.

Auch die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, verurteilte den Gastbeitrag in der "New York Times" ("NYT"). "Knapp 62 Millionen Menschen haben 2016 Präsident Donald J. Trump gewählt", erklärte sie. "Niemand von ihnen hat eine feige, anonyme Quelle der angeschlagenen 'New York Times" gewählt."

Der anonyme Autor des "NYT"-Beitrags beschreibt sich als ranghohen Regierungsmitarbeiter. Nach seinen Angaben arbeiten "viele ranghohe Beamte" der Trump-Regierung "unablässig daran, Teile seiner Politik und seiner schlimmsten Einfälle zu vereiteln". Der Beitrag trägt den Titel "Ich bin Teil des Widerstands innerhalb der Trump-Regierung".

Die Zeitung räumte ein, dass es sich um einen "seltenen Schritt" handle, einen anonymen Leitartikel zu veröffentlichen. Der Zeitung sei die Identität des Autors bekannt, der Arbeitsplatz des Autors sei aber in Gefahr, wenn sein Name genannt werde. "Wir glauben, dass die anonyme Veröffentlichung dieses Essays der einzige Weg ist, unseren Lesern eine wichtige Perspektive zu geben", hieß es von der Zeitung. (APA/AFP)

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