Umsatzsteigerung bei BMW
© BMW Group
Harald Gottsche, Leiter des Werks in Steyr und Alexander Bamberger, Geschäftsführer BMW Austria.
MOBILITY BUSINESS Alexander haide 13.03.2026

Umsatzsteigerung bei BMW

BMW Austria steigerte den Umsatz im Jahr 2025 auf beinahe zehn Milliarden Euro, zudem wurde im weltgrößten BMW-Motorenwerk in Steyr die Produktion von E-Motoren mit einer zweiten Fertigungslinie weiter hochgefahren.

WIEN/MÜNCHEN. Die BMW Group in Österreich hat im Jahr 2025 mit 9,67 Milliarden Euro um fünf Prozent mehr umgesetzt als im Jahr zuvor. Die Neuzulassungen bei BMW legten um 1,1 Prozent auf 19.216 Fahrzeuge zu, bei der Marke Mini gab es ein Plus von 3,2 Prozent auf 1.856 Neuzulassungen. Trotz des Absatzzuwachses ging der Marktanteil im Premium-Segment um 1,4 Prozentpunkte auf 33,9 Prozent zurück. Für 2026 gibt sich der bayrische Autobauer zuversichtlich und es werden abermals mehr Zulassungen erwartet.

Alexander Bamberger, Geschäftsführer BMW Austria, spricht von „herausfordernden Rahmenbedingungen“, denen man im Vorjahr mit einem Produktionszuwachs von zwei Prozent im Motorenwerk in Steyr und Autozulassungen auf Rekordniveau begegnet sei. Mehr als 450 Millionen Euro seien in Österreich investiert worden, im Jahr zuvor waren es noch 569 Millionen Euro. Trotz steigender Zulassungszahlen bei E-Autos werde der Verbrenner global betrachtet seinen Stellenwert behalten. Sehr zufrieden gibt sich BMW Austria mit dem Motorradverkauf, über 2.400 Bikes wurden 2025 neu zugelassen.

1,21 Millionen Motoren aus Steyr
BMW konnte in Österreich in beinahe allen Segmenten zulegen, in der Vertriebs GmbH lag das Plus bei 13 Prozent auf 3,52 Milliarden Euro. Im Werk in Steyr wurden 1,21 Millionen Aggregate Motoren produziert, wobei der Anteil bei Benzinaggregaten mit 77 Prozent konstant blieb. Beim Diesel gab es einen Rückgang von einem Prozent. Erstmals wurden auch Elektromotoren hergestellt – sie machten ein Prozent aller Antriebe aus.

Mehr als 45 Prozent aller ausgelieferten Neufahrzeuge wurden über BMW Financial Services Austria sowie Alphabet Austria finanziert oder geleast. Stark gestiegen ist der Anteil an Privatkunden, mit denen mehr als 1.000 zusätzliche Finanzierungs- und Leasingverträge abgeschlossen wurden. Das entspricht einer Steigerung von knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das betreute Portfolio konnte um drei Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro gesteigert werden.

V8 wird künftig in England gebaut
Im oberösterreichischen Steyr steht das weltweit größte Motorenwerk der BMW Group, wo seit dem Sommer 2025 erstmals E-Motoren für den BMW iX3 hergestellt wurden. Der SUV wird im ungarischen Debrecen produziert und ist laut Bamberger ein Top-Seller. „Mit rund 4,45 Milliarden Euro Umsatz war Steyr für über ein Viertel des Produktionsvolumens der österreichischen Fahrzeugindustrie 2025 verantwortlich“, rechnet Harald Gottsche, Leiter des Werks in Steyr, vor. 2026 wird noch eine zweite Linie für die E-Motorenproduktion in Betrieb gehen. Wermutstropfen ist, dass die Produktion des V8-Motors im heurigen März ausläuft. Diese Motoren werden dann in Großbritannien produziert.

Rekord-Umsatz
Sehr gut entwickelte sich das Geschäft in Zentral- und Südosteuropa, das von der Zentrale in Salzburg aus betreut wird. Hier erzielte die BWM Group ein Absatzplus von 11 Prozent auf 95.710 Einheiten. Rückblickend meint Bamberger: „Das Umsatzplus beruht insbesondere auf den starken Zulassungszahlen in Österreich und der gesamten Region Zentral- und Südosteuropa - und somit auf unserem attraktiven Produktportfolio. 9,67 Milliarden Euro ist ein Rekord-Umsatz und liegt mit knapp 500 Millionen Euro über unserem bisherigen Bestwert.“

Zudem habe die Marke BMW Platz eins bei den Neuzulassungen von vollelektrischen Fahrzeugen behaupten können. Es sei trotz des schwierigen Marktumfeldes auch gelungen, die Beschäftigtenzahl zu halten. 5.600 Menschen arbeiten in Österreich für den Münchner Konzern, darunter befinden sich 550 Lehrlinge. Im Motorenwerk ist inzwischen ein Viertel der Lehrlinge weiblich. Gottsche unterstreicht die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des bayrischen Autobauers: „Im Jahr 2025 kaufte die BMW Group um insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro bei über 110 Unternehmen in Österreich ein.“

Wasserstoff-Technologie aus Steyr
Einen weiteren Innovationsschub erhofft sich BMW durch den Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen. „Das Entwicklungszentrum im Werk Steyr übernimmt die Industrialisierung des gesamten Systems für die spätere Serienproduktion. Dieses Jahr starten auch im Motorenwerk die Umbauarbeiten, um Platz für diese neue Technologie zu schaffen. Die Vorserienproduktion wird 2027 beginnen“, umreißt Gottsche die Planungsphase.

 

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