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ATV-Chefredakteur Grabner öffnet neuen Programmplatz für Information © APA / Herbert Neubauer

Mit dem neuen ATV-Chefredakteur Georg Grabner kommt auch ein neuer Programmplatz für Information.

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Mit dem neuen ATV-Chefredakteur Georg Grabner kommt auch ein neuer Programmplatz für Information.

Redaktion 20.03.2018

ATV-Chefredakteur Grabner öffnet neuen Programmplatz für Information

Sonntags um 22.20 Uhr künftig mit "ATV Aktuell"-Wochenrückblick und anlassbezogenen Spezialsendungen.

WIEN. Der neue ATV-Chefredakteur Georg Grabner bringt zu seinem offiziellen Antritt einen zusätzlichen Info-Sendeplatz mit. Ab 29. April gibt es sonntags um 22.20 Uhr einen politischen Wochenrückblick mit "Schwerpunkt Politainment", kündigt er im APA-Interview an. Anlassbezogen sind in diesem Programmslot auch Spezial-Sendungen geplant, so etwa am kommenden Sonntag zum Thema 100 Tage Regierung.

"ATV Aktuell Spezial" nennt sich dieses Schwerpunkt-Format, das in den nächsten Monaten "immer wieder einmal auftauchen" soll, sagt Grabner. Regulär wird am Sonntag künftig statt einer dritten Folge der Krimi-Comedy "Hubert und Staller" die Rückschau "ATV Aktuell: Die Woche" gesendet. Mit Meinrad Knapp als Präsentator und den "bekannt pointierten Analysen der Experten Thomas Hofer und Peter Hajek" soll das Halbstundenformat "die politische Woche Revue passieren lassen". Der Sendeplatz sei dafür ausgezeichnet geeignet, "'Hubert und Staller' bringt viele Seher mit."

Umgesetzt wurden diese News-Pläne "unabhängig von Puls 4", betont Grabner. Die beiden Privatsender firmieren ja seit bald einem Jahr unter dem gemeinsamen Dach der ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe. Der Zusammenschluss im April 2017 war freilich Auslöser für den personellen Wechsel in der ATV-Chefredaktion. Der bisherige Chefredakteur Alexander Millecker verließ das Unternehmen, Werner Bartl übernahm auf ein Jahr, Grabner stieg vom Chef vom Dienst zu Bartls Stellvertreter auf. Nun übernimmt er die Redaktionsführung planmäßig. "Die komplette inhaltliche Kompetenz ist seitdem bei mir gelegen", erläutert er die Arbeitsteilung der vergangenen elf Monate. Bartl habe sich um die infrastrukturellen Fragen gekümmert. Schließlich übersiedelte ATV vom 2. Wiener Gemeindebezirk ins Media Quarter Marx in Wien-Landstraße, wo auch ein neues Studio geplant und gebaut wurde.

Umgebaut wurde von Grabner, der seit 2007 bei ATV ist und seit 2008 CvD, dann gleich im Mai des Vorjahres die Nachrichtenschiene von ATV und ATV2. Seitdem gibt es wochentags vier Ausgaben von "ATV aktuell": um 17.20, 17.35 (ATV2) und um 18.20 Uhr je ca. vier Minuten, um 19.20 Uhr dann die Hauptsendung mit neun bis zehn Minuten. Mit dem Resultat ist er "sehr zufrieden: Wir merken, dass diese Stundenschritte von den Seherinnen und Sehern gut angenommen wurden". Mit den drei ATV-Sendungen erreiche man um rund fünf Prozent mehr Zuseher als vorher mit zwei. Im Schnitt haben die "ATV Aktuell"-Sendungen 117.000 Zuschauer und 5,1 Prozent Reichweite in der Kernzielgruppe (12-49 Jahre). "Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden", sagt Grabner. "Es war aber auch erwartbar, dass sich die Quoten deutlich verbessern werden, wenn das Investment ins Programm insgesamt steigt."

Abgänge - auch prominente wie jener von Martin Thür Richtung "Addendum" - wurden nachbesetzt, betont der Chefredakteur. "Wir konnten jede Stelle mit Profis besetzen. Und mit Meinrad Knapp und Sylvia Saringer haben wir langjährige Info-Moderatoren an Bord, die wir nicht verstecken müssen." Die beiden waren nicht zuletzt für die Nationalratsberichterstattung 2017 im Dauereinsatz: Ein Jahr mit einer historischen Anzahl an TV-Duellen, die von einem ungebrochen interessierten Publikum verfolgt wurden. "Ich muss ehrlich sagen, das Zuseherinteresse hat mich selbst überrascht", meint Grabner. "Insofern wird sich dieses Phänomen auch wiederholen lassen - entsprechendes politischen Geschehen und natürlich Protagonisten vorausgesetzt."

ATV und seine Information habe mittlerweile "definitiv Relevanz im politischen System", ist sich Grabner, der dazu übrigens im Jahr 2012 auch seine Diplomarbeit schrieb, sicher. TV-Events wie die Nationalratswahl-"Elefantenrunde" mit im Schnitt 526.000 Zuschauern "haben schon eine Größe, wo die Politik nicht mehr an einem Sender vorbei kann. Da muss man auf viele Bierzeltfeste gehen, um so viele Menschen zu erreichen."

Inhaltlich setzen die ATV-Nachrichten "auf Verständlichkeit: Wir wollen nicht abgehoben kommunizieren, sondern die Geschichten klar erzählen", fasst Grabner das Konzept zusammen. Dafür brauche es "die Sicht von Protagonisten, den klaren Fokus auf Geschichten aus Österreich und das Gespür dafür, was die Menschen an diesem Tag bewegt". (APA)

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