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Beste Masterarbeit: Sandra Manzinger in Berlin ausgezeichnet VMÖ

Robert Sobotka (VMÖ), Sandra Manzinger (Preisträgerin).

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Robert Sobotka (VMÖ), Sandra Manzinger (Preisträgerin).

Redaktion 11.05.2016

Beste Masterarbeit: Sandra Manzinger in Berlin ausgezeichnet

Österreicherin gewinnt erstmals deutschen Nachwuchsforscherpreis: Sandra Manzinger punktet mit ihrer Arbeit über positive Auswirkungen durch den richtigen Einsatz digitaler Medien im Einzelhandel.

WIEN/BERLIN. Der Bundesverband Deutscher Markt- und Sozialforscher (BVM) hat die Wienerin Sandra Manzinger im Rahmen ihres Jahreskongresses in Berlin ausgezeichnet. Manzinger konnte eine internationale Fachjury von Markt- und Sozialforschern mit ihrer Arbeit über positive Auswirkungen durch den richtigen Einsatz digitaler Medien im Einzelhandel überzeugen.
 
Erstmals gemeinsam für die gesamte DACH-Region zeichneten der deutsche, der Schweizer und der österreichische Verband der Marktforscher besonders innovative Arbeiten aus, "die dem Fortschritt der Branche dienen". Der Vorstand des Verbandes der österreichischen Marktforscher (VMÖ) Robert Sobotka überreichte der heurigen Preisträgerin Manzinger die Auszeichnung. "Es war die beste Masterarbeit im deutschsprachigen Raum", gratuliert Sobotka. "Masterarbeiten in Österreich erreichen offensichtlich internationales Niveau. Die Jury bewertet nicht nur die wissenschaftliche Methodik, sondern legt ein Hauptaugenmerk auf die Umsetzbarkeit der Ergebnisse in der Praxis. Und gerade die praktische Umsetzbarkeit konnte die Jury überzeugen."
 
Erkenntnisse für Handel interessant

Manzinger erforschte im Rahmen ihrer Masterarbeit für die Uni Wien die psychologischen und verhaltensbezogenen Auswirkungen durch die Verwendung von Flachbildschirmen – sogenannte Digital Signage (DS) – zur Kommunikation im Lebensmittelhandel. Die Optimierung von Inhalten und Positionierung waren dabei wesentliche Fragestellungen, die in einem mehrwöchigen Feldversuch mit rund 400 Kundenbefragungen bei Spar Österreich erhoben wurden.  "Der optimierte Einsatz dieser Informations-Technologie ist für Händler wie Supermarktketten interessant", fasst Manzinger das Ergebnis zusammen. „Gerade der Lebensmitteleinkauf wird oft als unumgängliches Übel gesehen. Durch den richtigen Einsatz von digitalen Medien im Einzelhandel gelingt es, dass die wahrgenommene Produktqualität besser beurteilt wird. Darüber hinaus wird das Image des Händlers positiv beeinflusst und aufgrund von Erzeugung positiver Emotionen werden Kunden sogar  zu ungeplanten Spontankäufen angeregt."
 
Nachwuchsforscher aus DACH-Region gesucht

"Man sieht: Masterarbeiten und Dissertationen können wertvolle Erkenntnisse für die unternehmerische Praxis liefern. Dieses innovative Potenzial wird derzeit noch zu wenig genutzt", so Sobotka. Er weist darauf hin, dass der Preis für die gesamte DACH-Region ausgeweitet wurde und fordert deshalb insbesondere Studenten und Universitätsprofessoren auf, die besten Arbeiten künftig einzureichen, um am Nachwuchsforscherpreis 2017 teilzunehmen: "Ich hoffe, dass gerade die heurige Sieg einer Österreicherin Ansporn ist, dass künftig noch mehr heimische Arbeiten zur Beurteilung eingereicht werden." (red)

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Ihr Kommentar zum Thema (1)

  • LaternePP – Freitag, 13. Mai 2016, 21:17
    Wow! Ich gratuliere ihr. Kann man diese Arbeit irgendwo zu lesen bekommen? ich wäre dran interessiert. Hat sie auch an dem folgenden Wettbewerb teigenommen: http://business-and-science.de/aktuelles/student-in-des-jahres/ ? Grüße