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Die mächtigsten Städte der Welt APA/Wolfgang Hauptmann
APA/Wolfgang Hauptmann

Redaktion 31.05.2016

Die mächtigsten Städte der Welt

Aktuelles Ranking der einflussreichsten Metropolregionen: London hat New York im Global Cities Index den Rang abgelaufen. Wien behauptet Platz 19 unter den Top 25.

DÜSSELDORF/WIEN. „New York und London haben weltweit die größte wirtschaftliche Macht und sind damit weiterhin für Investoren besonders interessant“, fasst Florian Haslauer, Manager Director von A.T. Kearney Österreich die diesjährigen Ergebnisse des Global Cities Index zusammen: „Mit dem Global Cities Index helfen wir Wirtschafts- und Regierungsentscheidern, die Weltstädte zu identifizieren, die die höchste Attraktivität für Mitarbeiter, Ideen und Kapital haben und die zukünftig den stärksten Einfluss ausüben werden.“  

Der jährlich seit 2008 erstellte Global Cities Index (GCI) zeichnet zusammen mit dem Global Cities Outlook (GCO) ein aufschlussreiches Bild der globalen Städte von heute und morgen. Der Ausblick GCI untersucht die gegenwärtige Leistung von 125 Städten in den Dimensionen Wirtschaftsaktivitäten, Humankapital, Informationsaustausch, Kulturangebot und politisches Engagement. Der GCO, der in diesem Jahr zum zweiten Mal durchgeführt wurde, analysiert dagegen das Potenzial der Städte, also wie schnell und gut sie bei einer Reihe von Indikatoren – Humankapital, wirtschaftlicher Aktivität und Innovation – im Vergleich zu den Top-Performern aufholen.

London verdrängt New York von Platz 1
New York und London gehören seit Jahren zu den stabilen Spitzenreitern unter den globalisierten Städten. Dabei führte bislang New York den Global Cities Index an, wurde aber nun seit 2008 erstmalig von London auf den zweiten Platz verwiesen – dank stetig verbesserter Werte der Briten insbesondere beim Kulturangebot, bei den wirtschaftlichen Aktivitäten sowie beim Informationsaustausch.

Wien auf Platz 19
Europa ist mit sechs Städten präsentabel im GCI Ranking unter den Top 25 vertreten: Paris besetzt den stolzen dritten Platz, Brüssel und Madrid liegen bei 12 und 13 und Berlin hat sich um einen Rang auf den 16. Platz vorgearbeitet, gefolgt von Wien und Amsterdam. Wien nimmt den 19. Platz ein und behauptet sich mit überdurchschnittlich hoher Wirtschaftsaktivität. Unverändert gehört die Spitzenposition beim Global Cities Outlook, der das Potential der Städte misst, San Francisco. Die hügelige Metropole in Kalifornien konnte sich, wie schon in den vergangenen Jahren, mit ihrer unvergleichlich hohen Innovationskraft und ihrem privaten Investitionsvolumen auf dem ersten Platz behaupten. Zu den Top-25 Städten mit dem größten Entwicklungspotential im Ausblick zählen auch München (Rang 9) und Berlin (Rang 14). Keine österreichische Stadt ist im Ausblick vertreten.

Die Studie stellt auch eine „globale Elite“ der führenden Städten zusammen: jene, die sowohl im Index als auch im Outlook unter den ersten 25 platziert sind – die also nicht nur gegenwärtig eine herausragende Performance zeigen, sondern auch überdurchschnittliches Entwicklungspotential haben. Neben London und New York reiht sich in die Liste der 15 Elitestädte auch Berlin, in Europa begleitet von Brüssel, Amsterdam und Paris.  

„Wien hält sich mehr oder weniger stabil im letzten Drittel des Rankings“, kommentiert Haslauer die Position Österreichs im internationalen Vergleich. Das sei ein gutes Ergebnis, auf das Österreich durchaus stolz sein könne – aber kein Grund, sich auszuruhen. Die jüngsten Ergebnisse im Index für ausländische Direktinvestitionen hätten zum Beispiel gezeigt, dass Wien an Strahlkraft für ausländische Investitionen verloren habe – ein Warnsignal, das man ernstnehme müsse. (red)

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