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"Print Summit" 2018 - VÖZ wirbt mit Hirnschmalz für Printwerbung © MN

Der Print Summit zeigte auf: Zeitungen und Zeitschriften haben einen hohen Stellenwert im Werbemix.

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Der Print Summit zeigte auf: Zeitungen und Zeitschriften haben einen hohen Stellenwert im Werbemix.

Redaktion 09.05.2018

"Print Summit" 2018 - VÖZ wirbt mit Hirnschmalz für Printwerbung

Hirnforschung auf den Spuren der Wirkung von Werbung in Zeitungen und Magazinen.

WIEN. Die Mediennutzung verändert sich, als Werbeträger haben Zeitungen und Zeitschriften aber weiter einen hohen Stellenwert im Medienmix. Diese Botschaft brachte der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) auch bei seinem heurigen "Print Summit" unters Werbevolk. Als Kronzeugin dafür wurde diesmal die Hirnforschung engagiert: Zwei Experten legten dar, wie Printwerbung wirbt.

Print ist greifbar und daher präsent, das ist die These von Olaf Hartmann, einem Experten für "multisensorisches Marketing". Er sieht einen "digitalen Kater" auf die Werbe- und Kommunikationsbranche zukommen, denn die habe in den vergangenen Jahren in einem regelrechten "Taumel" vor allem auf digital gesetzt. Doch Printwerbung wirke gezielt, nämlich durch die Haptik. Der Tastsinn sei von der Marketingforschung lange Zeit "komplett ignoriert" worden, beklagte Hartmann. Doch die Haptik stehe in einer "audiovisuell überreizten Welt" vor einer Renaissance.

"Neuropsychologische Marktführung" ist der Schwerpunkt der Werbeexpertin Angelika Trachenberg; sie plädierte für eine "psychologische Repositionierung von Printwerbung", die sich neueste Erkenntnisse der Hirnforschung zunutze macht. Nur wer versteht, warum der Nutzer bzw. Konsument seine Entscheidungen trifft, welche physiologischen Vorgänge dabei mitspielen und auf welche Codes er reagiert, könne seine Botschaft optimal und punktgenau platzieren.

Helmut Hanusch, stellvertretender Präsident des VÖZ, hob in seinen Begrüßungsworten das Vertrauen in Print als "höchstes Gut" hervor. Darauf reagiere der Verlegerverband auch mit seinen jüngst vorgelegten Richtlinien für Datenschutz. Zeitungen und Magazine seien, im Gegensatz etwa zu internationalen Online-Plattformen, auch in Zukunft ein "vertrauenswürdiges Umfeld". Und zugleich sei die "klassische Printwerbung nach wie vor der Aufmerksamkeits-Champion unter den einzelnen Werbegattungen: Wer Zeitungen und Magazine liest, tut dies besonders konzentriert." (APA)

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