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Fertig. Haus. Los! © Griffner

Usability is KingNützlichkeit statt Design-Orientierung „kommt” ebenso wie konsequente Individualisierung sowie „Multiwork & Life”: Wohnkonzepte, die Freizeit und Arbeit gut verbinden.

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Usability is KingNützlichkeit statt Design-Orientierung „kommt” ebenso wie konsequente Individualisierung sowie „Multiwork & Life”: Wohnkonzepte, die Freizeit und Arbeit gut verbinden.

Redaktion 07.12.2018

Fertig. Haus. Los!

Viele Menschen legen den Fokus fürs Fertighaus heute eher auf Usability als auf Developer Design. Wichtig sind auch Energieeinsatz und digitale Anwendungen.

WIEN. Gute Wachstumschancen bescheinigt die aktuelle Trendstudie der Beratungsfirma Advi-cum Consulting der heimischen Fertighausindustrie, vorausgesetzt, der Marktzins verharrt weiterhin auf niedrigem Niveau.

Allerdings sollten die Hersteller der fortschreitenden Digitalisierung verstärkt Rechnung tragen und vermehrt die Chancen nützen, die sich bei der Sanierung von Fertighäusern bieten. Die Beliebtheit der zuletzt leicht rückläufigen Passivhäuser hänge von einem möglichen Anstieg der Energiepreise ab. Insgesamt gelte es für die Fertighaushersteller, den Rückenwind der guten Konjunktur zu nützen, um sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Eine Quadratur des Kreises?

„Fertighäuser müssen standardisiert individueller werden, um die Wünsche der Käufer befriedigen und die Leistungen der Werke optimieren zu ­können”, fordert Advicum-GF ­Daniel ­Knuchel. „Die modulartige Bau­weise muss ausgefeilt und verbessert werden, damit Produkt­bereiche angeboten werden können, die über die heutigen Lösungsansätze hinausgehen.”

Die aktuell hohe Bautätigkeit sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten sollte weiter für ausreichende Nachfrage sorgen; dabei seien flexible und innovative Fertigungssysteme aber vermehrt gefragt.

Die Top-Trends

Vor dem soziodemografischen Hintergrund einer „Best Ager-Gesellschaft” nimmt die Zahl der 1- bis 2-Personen-Haushalte zu, und betreutes oder serviciertes Wohnen gewinnt an Bedeutung. Wohnen im Grünen wird immer beliebter, ohne dass man auf gute Infrastruktur in Wohnnähe verzichten will – dementsprechend zieht es viele Menschen in die „Speckgürtel” rund um die Großstädte.

Zudem werden flexible Wohnkonzepte, die Arbeit, Familie und Freizeit verbinden, immer häufiger gesucht. „Die Fertighausindustrie muss beachten, dass ihr klassischer Markt – die Mittelschicht – zunehmend schrumpft”, sagt Knuchel. Dementsprechend gelte es, einerseits kostengünstige Wohnkonzepte für Kleinfamilien zu entwickeln, andererseits das wachsende Premiumsegment im Hausbau ansprechend zu bedienen.
Usability und Energieeffizienz stellen inzwischen ebenso relevante Kriterien dar wie der sinnvolle Einsatz digitaler Anwendungen. (pj)

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