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Neuer Trend Co-Living © RBSK/Bezila

Immo-Experten Josef Wolfbeißer, H.-Chr. Vallant, Manfred Url, Winfried Kallinger (v.l.).

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Immo-Experten Josef Wolfbeißer, H.-Chr. Vallant, Manfred Url, Winfried Kallinger (v.l.).

PAUL CHRISTIAN JEZEK 10.06.2016

Neuer Trend Co-Living

Immobilienlösungen für kurzfristige Raumnutzung und kooperative Unternehmensformen werden immer gefragter.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Die permanent im Wandel stehende Lebens- und Arbeitswelt beeinflusst die gesellschaftlichen Bedürfnisse maßgeblich. „Die gesamte Wohnbaubranche ist derzeit gefordert, neue Ideen zu entwickeln und anzubieten”, sagt Manfred Url, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse.

Dabei stehen besonders die ­Aspekte der Leistbarkeit und Energieeffizienz im Fokus; „Co-Working” setzt auf den Multiplikatoreffekt von Kommunikation und Kooperation unter Personen, die ähnliche Ziele verfolgen. Typische Räume für Co-Working-Spaces sind Lofts, alte Fabriken mit offenen Raumstrukturen oder großräumig umfunktionierte Gewerbeobjekte mit entsprechendem Ambiente. Die Notwendigkeit zur Improvisation wird nicht als Nachteil, sondern als Chance und Inspiration empfunden.
„Co-Living” wiederum gilt als logische Fortsetzung des Trends zu einer Lebensgestaltung, in der die Grenzen von Arbeit und Privatleben immer mehr verschwimmen. Dies führt zu der Idee, den Arbeitsraum auch als Wohnraum zu nutzen und mit Gleichgesinnten zu teilen. „Der ökonomische Aspekt spielt dabei eine große Rolle, steht aber nicht ausschließlich im ­Vordergrund”, erklärt Winfried Kallinger, GF des Bauunternehmens ­Kallco Development GmbH.
Die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum steigt, während sich gleichzeitig die Bau- und vor allem Grundkosten immer weiter nach oben entwickeln. Auch die Anforderungen, möglichst energieeffizient zu bauen und zu wohnen, werden höher. „Low Tech Buildings bieten hier einen nachhaltigen Lösungsansatz”, meint Josef Wolfbeißer, GF des Beratungsunternehmens ConPlusUltra GmbH. „Neben dem großen Plus eines ausgezeichneten Wohnklimas zeigt sich im Hinblick auf die Kosten, dass bei Low Tech-Wohngebäuden im Vergleich zu konventionell geplanten Objekten zwar höhere Bau- und Investitionskosten anfallen, die jährlichen Kosten jedoch niedriger sind und mit geringeren Folgekosten bei der Wartung zu rechnen ist.”

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