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15 Jahre ARGE Heumilch: Absatz um 125 Prozent gesteigrt © ARGE Heumilch

BMin Elisabeth Köstinger gratuliert ARGE-Heumilch-Obmann Karl Neuhofer (links) und Koordinator Andreas Geisler zum 15-jährigen Jubiläum der ARGE Heumilch.

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BMin Elisabeth Köstinger gratuliert ARGE-Heumilch-Obmann Karl Neuhofer (links) und Koordinator Andreas Geisler zum 15-jährigen Jubiläum der ARGE Heumilch.

Redaktion 11.03.2019

15 Jahre ARGE Heumilch: Absatz um 125 Prozent gesteigrt

Seit Gründung der Initiative wurden die Wertschöpfung der Bauern mehr als verfünffacht und auch die Bekanntheit kontinuierlich erhöht – Jubiläumsfeier im Congress Centrum Alpbach mit BMin Elisabeth Köstinger.

INNSBRUCK. Am heutigen Samstag wurde Alpbach zur Hochburg der Heumilch: Feierten doch 600 Heumilchbauern sowie Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft im Rahmen der großen Heugala „15 Jahre ARGE Heumilch“. Auch Elisabeth Köstinger Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus war unter den zahlreichen Gratulanten und strich die Bedeutung der Heumilch für Österreich hervor.

„Die Heumilch ist eine rot-weiß-rote Erfolgsgeschichte und zeigt wie wichtig eine transparente Qualitäts- und Herkunftskennzeichnung ist. Seit 2016 besitzt die Heumilch als einziges österreichisches Produkt das EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität und ist somit Vorbild für viele Regionen“, erklärt Bundesministerin Elisabeth Köstinger und ergänzt: „Im kommenden Jahr möchten wir dieses System weiter ausbauen. Das Know-how der ARGE Heumilch ist hier für uns von enormer Bedeutung. Denn nur durch ein transparentes Qualitäts- und Herkunftssystem können wir das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten weiter ausbauen.“

Stetiger Aufwärtstrend der Heumilch
„Unsere wichtigsten Ziele beim Zusammenschluss von österreichischen Heumilchbauern und 
-verarbeitern im Jahr 2004 waren die Erhöhung der Wertschöpfung für alle Partner, die Unterstützung für Heumilchbauern, Verarbeiter und Vermarkter sowie die Produktion von Spezialitäten mit hohem Wert für die Konsumenten“, erläutert ARGE Heumilch-Obmann Karl Neuhofer. „Da wir unsere gesteckten Ziele laufend übertroffen haben, können wir heute stolz auf eine österreichische Agrar-Erfolgsstory sein.“

Seit 2004 wurden Wertschöpfung, Absatz und Bekanntheit der Heumilch kontinuierlich erhöht. „Anlässlich unseres Jubiläums können wir eine sehr positive Bilanz ziehen – von den Absatzzahlen über die Wertschöpfung bis hin zum Bekanntheitsgrad. Die jährlich 500 Millionen Kilogramm Heumilch sind zu 100 Prozent in der Vermarktung“, erklärt Neuhofer. Besonders erfreulich habe sich im Laufe der letzten 15 Jahre der Heumilchzuschlag für die Bauern entwickelt: „Dieser hat sich seit dem Start der umfassenden Vermarktungsoffensive im Jahr 2009 von weniger als 1 Cent auf 5 bis 7 Cent pro Kilogramm mehr als verfünffacht. Der Mehrwert für die Heumilchbauern liegt heute bei mehr als 25 Millionen Euro pro Jahr. Unser Ziel ist es, diesen Wert auf diesem hohen Niveau zu halten." Kontinuierlich zugelegt habe die Heumilch auch in puncto Absatz und Bekanntheit, sagt Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch: „Der Absatz an Heumilchprodukten im österreichischen Lebensmittelhandel hat sich im Zeitraum 2009 bis 2018 um 125 Prozent auf über 40.000 Tonnen erhöht – auf dem gesamten Milchmarkt sank er im gleichen Zeitraum um fünf Prozent.“ Rund 60 Prozent aller Heumilchprodukte werden exportiert.

Fruchtbringende Zusammenarbeit mit dem Handel
Wesentliche Erfolgsfaktoren für die positive Entwicklung der Heumilch seien die Innovationskraft und Kreativität der heimischen Verarbeiter sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Handel, betont Geisler: „Während es vor 15 Jahren im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel nur wenige Heumilchprodukte gab, sind es heute bereits über 600.“ Erfreulich auch das Ergebnis einer „Consumer Connection Study” aus dem Jahr 2018, wonach die Bekanntheit von Heumilch und Heumilchprodukten in Österreich bei 82 Prozent liegt.

Weitere Ziele
Als Meilenstein im 15-jährigen Bestehen der ARGE Heumilch bezeichnet Andreas Geisler die Verleihung des EU-Gütesiegels g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität im Jahr 2016. Das Siegel gewährleistet eine traditionelle Zusammensetzung bzw. ein traditionelles Herstellungsverfahren eines Lebensmittels. „Dadurch erhielten Konsumenten noch mehr Garantie auf Qualität und Unverfälschtheit.“ Noch heuer soll auch Schaf- und Ziegen-Heumilch damit ausgezeichnet werden.

Der eingeschlagene Weg werde auch in Zukunft fortgesetzt, sagt Geisler: „Die österreichischen Heumilchbauern leisten dank der extensiven Bewirtschaftung der Grünlandflächen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen. Außerdem trägt Heuwirtschaft maßgeblich zur Schonung wertvoller Ressourcen bei und setzt sich mit ihrer Kuhwohl-Initiative stark für Tierwohl ein. Themen, die jeden von uns angehen und auch künftig nicht an Aktualität verlieren werden.“

Über die Heumilch
Die ARGE Heumilch Österreich vereinigt ca. 8000 Heumilch-Bauern und rund 60 Verarbeiter und ist die Nummer 1 bei der Erzeugung und Vermarktung von Heumilch. Weltweit einzigartig: Die Mitglieder der ARGE arbeiten nach einem strengen Regulativ, dessen Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird. Nur Produkte mit dem Heumilch-Logo erfüllen diese sehr strengen Bestimmungen. Die besondere Wirtschaftsweise wurde nun mit dem EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität – ausgezeichnet. Heumilch g.t.S. steht für einen besonderen Schutz für noch mehr Qualität und Unverfälschtheit.
Bei der Heuwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. An den Lauf der Jahreszeiten angepasst, verbringen Heumilchkühe jeden Sommer auf heimischen Wiesen und Almen, wo jede Menge saftiger Gräser und Kräuter wachsen. Im Winter werden die Tiere mit Heu versorgt. Als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot. Gärfutter wie Silage ist strengstens verboten. Sämtliche Produkte werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.

Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich drei Prozent. (red)

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