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Aldi in Shanghai © APA/AFP/Nicolas ASFOURI

Aldi Süd im Reich der Mitte: Heute, 7. Juni, eröffnen die ersten zwei Filialen, acht weitere sollen bis Jahresende folgen.

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Aldi Süd im Reich der Mitte: Heute, 7. Juni, eröffnen die ersten zwei Filialen, acht weitere sollen bis Jahresende folgen.

Redaktion 07.06.2019

Aldi in Shanghai

Rindfleisch aus Argentinien, Schweinshaxen aus Deutschland: Aldi Süd expandiert nach China.

MÜHLHEIM/RUHR. Der deutsche Lebensmittelhändler Aldi eröffnet in China mit 7. Juni sein stationäres Geschäft: Der Mutterkonzern der österreichischen Lebensmittelkette Hofer startet mit zwei Filialen in der Hafenmetropole Shanghai, wie ein Sprecher des Mülheimer Unternehmens in der Vorwoche verkündete. Neben lokalen Waren erwartet die Kundschaft Delikatessen aus aller Welt – mit einem Schwerpunkt auf deutsche Spezialitäten wie Schweinshaxe mit Sauerkraut.

Handelsexperte Matthias Queck von LZ Retailytics spricht von einem „weiteren Schritt im Wettrennen von Aldi und Lidl weltweit”. Außerhalb Europas sei Aldi Süd mit der Expansion insbesondere in den USA und Australien in dem Wettrennen unbestritten vorn, erklärte er. Mit seinem Engagement in China weitet Aldi Süd sein Geschäft auf elf Länder und über 6.200 Filialen aus, weltweit sind rund 149.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Bisher nur online

Das stationäre Geschäft in China ist bekanntermaßen kein Selbstläufer. Nicht ohne Grund startete Aldi Süd 2017 zunächst online. Sollte sich die Pilotphase mit zwei Filialen als erfolgreich erweisen, sei der Konzern laut Queck in der Lage, in kürzester Zeit kräftig in die Expansion zu investieren. Bis Jahresende sollen noch acht weitere Filialen von „Aoleqi” – so der chinesische Name Aldis – eröffnen.

Durch den Fokus auf die bei Chinesen sehr geschätzte Importware aus Europa könne man eine wohlhabendere Kundenschicht ansprechen; insofern sei das Geschäft in China nicht mit dem Massengeschäft des Diskonters in anderen Ländern vergleichbar. Es ist ein langsames Herantasten: Um die zentralen Strukturen wirtschaftlich auszulasten, sei mittelfristig mit 50 bis 100 Filialen zu rechnen. (haf)

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