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Billa fordert rasche Systemänderung bei Schweinehaltung © Billa / Papis
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Redaktion 02.06.2022

Billa fordert rasche Systemänderung bei Schweinehaltung

„Vollspaltenböden müssen schnellstmöglich der Vergangenheit angehören!“

WR.NEUDORF. Die Diskussionen rund um Verbesserungen in der Aufzucht von Nutztieren reißen nicht ab. Auch wenn die Regierung Anfang Mai 2022 ein neues Gesetzespaket beschlossen hat, das Verbesserungen im Tierschutz vorsieht, gibt es noch viel Luft nach oben – vor allem bei der Schweinehaltung. Denn Vollspaltenböden bleiben vorerst bestehen. Als erster Lebensmittelhändler Österreichs fordert Billa daher eine rasche Systemänderung bei der Schweinehaltung hin zu mehr Tierwohl und setzt sich aktiv dafür ein.

„Vor 30 Jahren haben wir bei Billa als erster Händler die Käfigeier erfolgreich aus unseren Regalen verbannt, heute müssen wir dafür Sorge tragen, dass Vollspaltenböden schnellstmöglich der Vergangenheit angehören und Förderungen nur noch in Haltungssysteme mit mehr Tierwohl fließen. Denn Vollspaltböden sind absolut unzeitgemäß und entsprechen nicht mehr dem gesellschaftlichen Konsens – sie sind eine Fehlentwicklung, die auf eine zu intensiv betriebene Landwirtschaft zurückzuführen ist und durch öffentliche Gelder mitfinanziert wird“, erklärt Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe International AG. „Die Abschaffung der Vollspaltböden muss unser Ziel sein, das wir aber nur gemeinsam erreichen können: Landwirtschaft, Politik, Handel und Konsumenten müssen jeweils ihren Teil dazu beitragen. Wenn derzeit über  zehn bis 20 Prozent mehr Platz anstelle von Vollspaltböden diskutiert wird, so erachten wir das als reine Kosmetik. Eine echte Systemänderung würde es erst bei einem absoluten Minimum von 50 Prozent mehr Platz für Schweine plus getrennte Flächenbuchten geben.“

Billa-Initiative „Fair zum Tier“ garantiert Stroh statt Vollspaltböden sowie 100% mehr Platz für Schweine
Billa setzt sich seit Jahren für die Stärkung der heimischen Landwirtschaft und die Verbesserung branchenweiter Tierhaltungsstandards ein. Mit der Bio-Eigenmarke
Ja! Natürlich, dem Tierwohl-Label „Fair zum Tier“ und der Umstellung auf 100% Frischfleisch inkl. Hühner- und Putenfleisch aus Österreich wurden bereits wesentliche Maßstäbe gesetzt und ein klares Bekenntnis abgegeben. Zusätzlich hat Billa im März die Initiative „Fair zum Tier“ ins Leben gerufen, die sich zum Ziel setzt, mit dem künftig größten Tierwohl-Sortiment Österreichs die Lebens- und Haltungsbedingungen heimischer Nutztiere noch weiter zu verbessern und Standards zu etablieren, die deutlich über dem gesetzlichen Niveau liegen.

„Durch unsere Initiative ‚Fair zum Tier‘ haben Mastschweine im Stall 100 Prozent mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben und Auslauf ins Freie. Sie können sich mit Stroh beschäftigen und haben eingestreute Liegeflächen anstelle von Vollspaltenböden“, so Haraszti.

Billa stellt in Bedienung auf hohe Tierwohl-Standards um
Auch der nächste Schritt auf dem Weg zu mehr Tierwohl befindet sich bereits in der Umsetzung, erklärt Haraszti: „Ab Oktober stellen wir unser Frischfleisch in Bedienung bei Billa und Billa Plus sukzessive auf Fleisch aus Tierwohl-Programmen von ‚Fair zum Tier‘ und Ja! Natürlich um. Dafür bauen wir das ‚Fair zum Tier‘-Programm deutlich aus und erfüllen damit den klaren Wunsch unserer Kunden nach Tierwohl und regionaler Herkunft.“

Mit rund 170 heimischen „Fair zum Tier“-Bauernhöfen arbeitet die Billa-Familie zusammen, um höchstes Tierwohl zu garantieren. „Unser Dank gilt unseren ‚Fair zum Tier‘-Bäuerinnen und -Bauern, die diesen Weg im Sinne des Tierwohls konsequent gemeinsam mit uns und unseren Kunden gehen wollen“, sagt Haraszti. (red)

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