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Deutsche Einzelhändler rechnen mit Pleitewelle in der Branche © Annegret Hilse / AFP

Stefan Genth

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Stefan Genth

Redaktion 15.06.2020

Deutsche Einzelhändler rechnen mit Pleitewelle in der Branche

Verband HDE: Knapp 80 Prozent der Händler sehen angesichts der Coronakrise schwarz - Lebensmittelbereich bildet Ausnahme.

WIEN. Mehr als jeder dritte Einzelhändler außerhalb der Lebensmittelbranche sieht sich in Deutschland wegen der Viruspandemie in der Existenz bedroht. "Nach wie vor finden deutlich weniger Kunden als vor der Coronakrise üblich den Weg in die Geschäfte", erklärte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth vom Branchenverband HDE am Freitag.

Eine Umfrage unter 400 Unternehmen zeige, dass die Hälfte der Nicht-Lebensmittelhändler in dieser Woche weniger als 75 Prozent des Vorjahresumsatzes erzielten. Ein Drittel der Befragten gebe an, dass im Vergleich zum Vorjahr maximal halb so viele Kunden zum Shopping unterwegs waren. "Für die Zukunft sehen knapp 80 Prozent der Händler schwarz: Sie rechnen damit, dass es als Folge der Coronakrise eine Insolvenzwelle in der Branche geben wird und dass sich damit das Bild der Innenstädte verändern wird."

Die von der deutschen Bundesregierung angekündigten Überbrückungshilfen für Unternehmen müssten so rasch wie möglich beschlossen und umgesetzt werden. "Ansonsten könnte es für viele Nicht-Lebensmittelhändler zu spät sein", warnte Genth. In der Folge würden dann auch zahlreiche Innenstädte veröden: "Ohne Handel stirbt die Innenstadt." Schnelle und unbürokratische Hilfen seien deshalb unverzichtbar. (red)

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