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Elf Filialen bis 2023: Metro setzt auf Sonnenstrom © Fotostudio MCCAT

Photovoltaik Metro-CEO Xavier Plotitza mit Wien-Energie-Geschäfts­führer Michael Strebl.120.000 m² Sollarzellen ­sollen bis 2023 die Dächer von elf Metro-Standorten in Österreich schmücken.

© Fotostudio MCCAT

Photovoltaik Metro-CEO Xavier Plotitza mit Wien-Energie-Geschäfts­führer Michael Strebl.120.000 m² Sollarzellen ­sollen bis 2023 die Dächer von elf Metro-Standorten in Österreich schmücken.

Paul Hafner 07.06.2019

Elf Filialen bis 2023: Metro setzt auf Sonnenstrom

Elf Standorte des Großhändlers Metro werden künftig mittels Photovoltaik für Energiegewinnung genutzt.

••• Von Paul Hafner

WIEN. 120.000 m² Dachfläche für die Nachhaltigkeit: Gemeinsam mit Wien Energie werden bis 2023 elf Filialen des Großhändlers Metro mit Photovol­taik-Anlagen ausgestattet. Noch heuer sollen die Anlagen in Wien-Simmering, Wiener Neustadt und Klagenfurt in Betrieb genommen werden.

Im Zeichen der Nachhaltigkeit

Der österreichische Energiedienstleister Wien Energie investiert im Rahmen der Kooperation rund acht Mio. Euro in den Ausbau von acht MW Photovoltaik-Leistung – eine Investition, die laut Berechnungen knapp 2.900 t CO2 jährlich sparen soll.

Den Anfang machte bereits 2017 der Markt in St. Pölten, dessen Flachdach mit einer 6.000 m² großen Photovoltaik-Auslage ausgestattet wurde. Mit der Ausweitung will CEO Xavier Plotitza an der Energie-Strategie festhalten und „Nachhaltigkeit mehr und mehr im Unternehmen etablieren”. Gleichzeitig wolle man „als Handelsunternehmen wieder ein deutliches nachhaltiges Zeichen” setzen. Auch Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie, lobt die Vorreiterrolle von Metro und spricht Kooperationen mit Gewerbebetrieben und Handelsunternehmen eine „enorme Bedeutung” zu. Es gebe „noch immer viele ungenutzte Dachflächen, die wir zu Sonnenkraftwerken mitten in der Stadt machen können”.

Photovoltaik im Gewerbe

Der vor Ort erzeugte Strom wird großteils direkt vor Ort – für Beleuchtung, Kühlung oder Logistik – verbraucht. Bei Metro rechnet man damit, künftig rund ein Viertel des Gesamtstrombedarfs eines Großmarkts mit dem eigenen Sonnenstrom abdecken zu können. Insgesamt sollen die Anlagen 8.200 MWh pro Jahr produzieren - zur Einordnung: Das entspricht dem Jahresbedarf von ungefähr 3.200 Haushalten.

Neben Metro Österreich setzen unter anderen auch Spar und Ottakringer auf Photovoltaik. Gemeinsam mit einer wachsenden Anzahl an mit Photovoltaik ausgestatteten Mehrparteienhäusern kommt Wien Energie auf 160 Anlagen, was den Energiedienstleister zum größten Solaranlagen-Betreiber Österreichs macht. Bis 2030 will Wien Energie 600 MW Photovoltaik-Leistung installiert haben. Wiederum zur Einordnung: Das entspricht dem Bedarf von 250.000 Haushalten.

Metros Umweltprogramm

Neben dem Einsatz von Photovoltaik setzt Metro auch auf die umweltfreundliche Kundenbelieferung via „eVans” und „eTrucks” sowie einen Ausbau des regionalen Lieferanten- und Produzentennetzwerks. Ziele wie die Reduktion von Lebensmittelabfällen um 50% und eine Minderung des Plastik-Fußabdrucks durch die zunehmende Abschaffung herkömmlicher Einwegkunststoffe – jeweils bis 2025 – runden das Umweltprogramm des Großhändlers ab.

Wie auch Initiativen anderer Lebensmittelhändler wie „Projekt 2020” (Hofer) oder „Gemeinsam Nachhaltig” (Rewe) zeigen, ist Nachhaltigkeit eines der bestimmenden Themen in der Branche – und daran dürfte sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern.

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