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Energydrinks verleihen dem Außenhandel Flügel Red Bull
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Redaktion 16.07.2019

Energydrinks verleihen dem Außenhandel Flügel

Im Jahr 2018 war in Österreich zum ersten Mal seit dem EU-Beitritt die Außenhandelsbilanz für Nahrungsmittel und Getränke positiv.

Nach endgültigen Daten von Statistik Austria standen im Jahr 2018 Lebensmittelimporten von rund 9,53 Milliarden Euro, dementsprechende Exporte von 9,76 Milliarden Euro gegenüber. Damit war im vergangenen Jahr die Außenhandelsbilanz für Nahrungsmittel und Getränke erstmals seit dem EU-Beitritt positiv. Der Überschuss betrug 222 Millionen Euro.

Deutliche Steigerungen bei den Ausfuhren von Nahrungsmitteln gab es etwa bei Milchprodukten (+8,6% geg. VJ), Käse (+5,6% geg. VJ), Wurst- und Speckwaren (+5,7% geg. VJ), Teigwaren (+13,8% geg. VJ) und Konfitüren (+7,5% geg. VJ). In allen genannten Warengruppen lagen die Exporte auch signifikant über den Importen, selbst bei Teigwaren. Zudem konnte die Weinwirtschaft und Getränkeindustrie die Exporte substanziell erhöhen. Im Vergleich zu 2017 erhöhten sich die Ausfuhren von Wein erlösseitig um 10,4 Prozent, von Limonaden um 10,2 Prozent, von Spirituosen um 7,8 Prozent und von Frucht- und Gemüsesäften sogar um 19,3 Prozent.

Energydrinks sorgen für 1,9 Milliarden Euro Außenhandelsüberschuss
Nichtsdestotrotz war der Außenhandelssaldo von Getränken nur bei Limonaden positiv. Hier aber gewaltig. Und das lag einzig an Energydrinks. Mit einem Überschuss von nahezu 1,9 Milliarden Euro lieferten sie für den gesamten Sektor den mit Abstand größten Beitrag zum positiven Außenhandelsergebnis. Weitere 356 Millionen Euro kamen von Milchprodukten, 145 Millionen Euro von Getreideprodukten und Backwaren. In den meisten anderen Warenkategorien blieb indessen auch im letzten Jahr die Bilanz negativ. Insbesondere Obst und Gemüse belasteten die Außenhandelsbilanz mit mehr als 1,3 Milliarden Euro kräftig. Der Konsum von Fisch schlug sich im Saldo mit einem Minus von 439 Millionen Euro zu Buche und auch von Convenienceprodukten (Warmgetränke, Öle und Fette, etc.) wurde deutlich mehr ein- als ausgeführt (minus 713 Millionen Euro).

Wenngleich also heimische Milch-, Fleisch- und Getreideprodukte auf ausländischen Märkten zunehmend an Bedeutung gewinnen und damit den österreichischen Außenhandel stimulieren, ist es doch im Wesentlichen ein einziges Produkt, das sich für die positive Sektoren-Bilanz verantwortlich zeichnet. Ohne Energydrinks wäre die österreichische Außenhandelsbilanz für Nahrungsmittel und Getränke zweifelsohne tiefrot. (red)

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