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Exporte und Importe sind leicht gestiegen stuartmiles
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Redaktion 08.09.2016

Exporte und Importe sind leicht gestiegen

Die Einfuhren stiegen um 1,6%, die Ausfuhren um 1,2%. Das Handelsbilanz-Defizit stieg im ersten Halbjahr auf 1,07 Mrd. Euro.

WIEN. Die österreichischen Exporte und Importe sind im ersten Halbjahr leicht gestiegen. Die Wareneinfuhren erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,6 Prozent auf 66,6 Mrd. €, die Ausfuhren stiegen um 1,2 Prozent auf 65,5 Mrd. €. Österreichs Exporte nach Russland brachen aufgrund der EU-Sanktionen sowie der schwachen russischen Wirtschaftsentwicklung um 14% ein. Die österreichischen Ausfuhren nach Russland litten in den vergangenen Jahren unter den Sanktionen, die die EU wegen der Annexion der Krim gegen Russland verhängt hatte, und unter den russischen Gegenmaßnahmen.

Das Defizit der österreichischen Handelsbilanz erhöhte sich im ersten Halbjahr insgesamt auf 1,07 Mrd. €, nach 0,83 Mrd. € im Vorjahreshalbjahr, teilte die Statistik Austria mit. Die Importe aus EU-Mitgliedsstaaten nach Österreich im Zeitraum Jänner bis Juni stiegen um 2,7 Prozent auf 47,4 Mrd. €, die Exporte erhöhen sich um 1,9 Prozent auf 45,7 Mrd. €. Mehr als die Hälfte der exportierten Waren ging in die folgenden sieben EU-Staaten: Deutschland (+2,6 Prozent), Italien (-0,4 Prozent), Frankreich (+4,2 Prozent), Tschechische Republik (+1,9 Prozent), Ungarn (-0,3%), Großbritannien inklusive Nordirland (+1,9 Prozent) und Polen (-4,0 Prozent), geht aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor.

Der Außenhandel mit Staaten außerhalb der EU entwickelte sich im ersten Halbjahr rückläufig: Die Importe gingen um minus 1,3 Prozent auf 19,21 Mrd. € und die Exporte um minus 0,4 Prozent auf 19,8 Mrd. € zurück. Bei den Exporten waren die USA (Rang 2: -2,9 Prozent), die Schweiz (Rang 4: +0,4 Prozent) und China (Rang 10: +6,2 Prozent) die wichtigsten Handelspartner unter den Drittstaaten. Russland - 2013 noch unter den Top-10 der Exportländer - lag im ersten Halbjahr 2016 an 16. Stelle (-14,2% auf 0,84 Mrd. €).

Die EU-Austrittsverhandlungen Großbritanniens könnten laut Expertenmeinung Auswirkungen auf die Handelsbilanz haben; das Land war in den vergangenen 20 Jahren immer unter den zehn wichtigsten Exportländern Österreichs zu finden. Im ersten Halbjahr 2016 lag es auf Rang 12 bei den Importen und auf Rang 8 bei den Exporten. Waren im Wert von 1,36 Mrd. € wurden im ersten Halbjahr (+14,1%) eingeführt, die Ausfuhren erhöhten sich um 1,9 Prozent auf 2,05 Mrd. €. Fast 50% der österreichischen Exporte nach Großbritannien waren "Maschinen und Fahrzeuge" (+4,2 Prozent auf 1 Mrd. €) - gefolgt von "Bearbeiteten Waren" (Ausfuhranteil: 17,2%), "Sonstigen Fertigwaren" (Ausfuhranteil: 13,4%) und "Chemischen Erzeugnissen" (Ausfuhranteil: 12,9%).

Im Juni lagen die Importe bei 11,5 Mrd. € (+2,1 Prozent gegenüber Juni 2015), und die Ausfuhren von Waren beliefen sich auf 11,66 Mrd. € (+0,5 Prozent). Die Handelsbilanz wies damit ein positives Saldo von 0,13 Mrd. € auf. (APA)

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