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Frankokanadische Fusion von Carrefour und Couche-Tard auf der Kippe © APA/AFP/Loiv Venance
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Redaktion 19.01.2021

Frankokanadische Fusion von Carrefour und Couche-Tard auf der Kippe

Nach Veto-Drohung: Gespräche unterbrochen, aber nicht beendet.

PARIS / OTTAWA. Die kanadische Alimentation Couche-Tard und der französische Einzelhandelsgigant Carrefour haben Gespräche über ein mögliches Zusammengehen unterbrochen. Zuvor hatte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire offen mit einem Veto gedroht. Wie die Unternehmen am Samstagabend mitteilten, wollen sie aber weiter über mögliche Partnerschaften sprechen, beispielsweise beim Einkauf.

Le Maire hatte seine Bedenken bereits Mitte Jänner 2021 deutlich gemacht, nachdem eine erste Übernahmeabsicht bekannt geworden war. Carrefour sei mit über 100.000 Beschäftigten der wichtigste private Arbeitgeber im Land. Zudem stehe die Eigenständigkeit Frankreichs bei der Nahrungsmittelversorgung auf dem Spiel, hatte er gesagt. Die Regierung habe ein Gesetz in der Hand, um Käufe in der Branche notfalls zu blockieren.

Die Unternehmen gingen nicht explizit auf die Veto-Drohung des Ministers ein und sprachen nur allgemein von "jüngsten Ereignissen", die sie dazu bewogen hätten, die von Couche-Tard angestoßenen Gespräche zu unterbrechen. Wie ein Zusammengehen konkret aussehen sollte, war dabei offen geblieben.

Alimentation Couche-Tard hat sich in den vergangenen Jahren durch Zukäufe stetig vergrößert - zuerst in Kanada, später in den USA. Seit 2012 ist das Unternehmen auch in Europa vertreten. Eine Übernahme von Carrefour hätte Couche-Tards Präsenz in Europa sowie Südamerika erhöht. Carrefour betreibt allein in Europa 2.800 Supermärkte sowie gut 700 großflächige Einkaufsmärkte. (red)

 

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