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Fusion von Kaufhof und Karstadt wackelt © APA / Hans Klaus Techt

Platzt der nächste Coup des österreichischen Investors Rene Benko?

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Platzt der nächste Coup des österreichischen Investors Rene Benko?

Redaktion 27.08.2018

Fusion von Kaufhof und Karstadt wackelt

Noch vor einer Woche schien der Zusammenschluss der Kaufhausketten in greifbarer Nähe.

WIEN/KÖLN/ESSEN. Die geplante Fusion der Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof wackelt. Laut "Süddeutsche Zeitung" habe die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) dem kanadischen Kaufhof-Mutterkonzern Hudsons's Bay Company (HBC) verklausuliert ein Ultimatum bis zum 30. September gestellt. Bis dahin soll HBC die der Landesbank vor drei Jahren zugesagten Kreditbedingungen erfüllen. Falls nicht, könnte die LBBW den Kredit von 1,34 Mrd. € fällig stellen. Das würde das Unternehmen aber vor Schwierigkeiten stellen – und: Solange HBC der Bank Antworten schuldig bleibe, wackle auch die geplante Fusion.

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Beurteilung ist demnach die Geschäftsentwicklung von Kaufhof. HBC hatte den Banken um die LBBW Gewinne versprochen, doch mehrten sich zuletzt nach "SZ"-Informationen die Verluste. Die Warenhausketten stehen aufgrund des wachsenden Online-Handels sowie durch immer mehr Einkaufszentren in den Innenstädten unter Druck. Durch den Zusammenschluss der beiden Rivalen sollen Kosten gespart werden, außerdem entfielen teure Rabattschlachten, heißt es. Kaufhof betreibt in Deutschland 96 Filialen, Karstadt rund 80.

Vergangene Woche hatte es geheißen, die Verhandlungen über eine Fusion von Karstadt und Kaufhof näherten sich der Zielgeraden, und die Verträge zwischen dem kanadischen Kaufhof-Mutterkonzern Hudsons's Bay Company (HBC) und der Signa-Gruppe von Karstadt-Eigentümer René Benko könnten bereits im September unterzeichnet werden. Benko versucht seit Jahren, den angeschlagenen Kaufhaus-Konzern zu übernehmen; der Immobilieninvestor hat in Österreich erst kürzlich die kriselnden Möbelketten kika und Leiner von Steinhoff übernommen.

Signa sollte demnach 50,1% des Gemeinschaftsunternehmens und damit auch die Führung des neuen deutschen Warenhausriesen übernehmen. Es sollten nicht nur Anteile an Kaufhof, sondern auch die von HBC in den Niederlanden gegründete neue Warenhauskette Hudson's Bay und der europäische Ableger der Outlet-Kette Saks Off 5th einfließen. Beide gelten als wenig erfolgreich. (APA)

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